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01 Schachinger Logistik LT1 2012-2013
Logistikpark 1, 4063 Hörsching, A
Poppe*Prehal

Die Logistikhalle der Firma Schachinger in Linz-Hörsching ist ein in ökologischer Bauweise errichtetes Hochregallager und dabei die größte Lagerhalle Mitteleuropas in Holzbauweise. Im Rahmen der engen Temperatur- und Feuchteanforderungen, denen die Halle entsprechen muss, wurde das gesamte Haustechnikkonzept auf höchste Energieeffizienz ausgelegt. Geothermie wird sowohl für die Wärme- als auch Kälteversorgung genutzt.

Eine PV-Anlage mit 199 kWpeak sorgt für einen hohen Eigendeckungsanteil mit Strom. Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung auf baubiologische und bauökologische Aspekte, die Optimierung der Gesamt-Lebenszykluskosten sowie die Arbeitsplatzqualität mit hohem Komfort für die MitarbeiterInnen gelegt.

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02 Gerichtsgebäude Justizzentrum Korneuburg 2008-2012
Landesgerichtsplatz 1, 2100 Korneuburg, A
Dieter Mathoi Architekten, DIN A4 Architektur

Noch auf der grünen Wiese am Ortsrand von Korneuburg gelegen, schaffen sich ein Gerichtsgebäude und Haftanstalt selbst ein Gegenüber, definieren gemeinsam ein modernes Justizzentrum und lösen damit ganz selbstverständlich das Problem der großen Volumina und ihrer Orientierung. Im Inneren ist das Justizgebäude durch drei große Lichthöfe bestimmt, die für Angestellte und BesucherInnen gleichermaßen eine qualitätsvolle Atmosphäre schaffen. Die teilweise eineinhalb-Geschoßigkeit des Erdgeschosses wurde sinnvoll genutzt. In jenen Bereichen, in denen diese Überhöhe nicht benötigt wird, ist die gesamte Haustechnikanlage untergebracht. Durch die gezielte Nutzung von Tageslicht, eine hochwärmegedämmte Hülle, alternative Energieversorgungssysteme und hochwertige Planung konnte erstmals ein Bauwerk dieser Nutzungskategorie und Größe in Passivhausqualität ausgeführt werden. Im Gerichtsgebäude entstanden hochwertige Innenräume, welche sowohl den öffentlichen, halböffentlichen und im Anbetracht des Nutzungsschwerpunkts naturgemäß auch sicherheitsrelevanten und damit nutzungssensiblen Anforderungen vollends entsprechen.
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03 Kindergarten Muntlix 2012-2013
Fidelisgasse 1, 6835 Zwischenwasser, A
Matthias Hein

Die Gemeinde Zwischenwasser ist inzwischen bekannt für ihr baukulturelles und ökologisches Engagement. Kein Wunder, dass auch der neue Kindergarten im Ortsteil Muntlix ein nachhaltiges Schmuckstück geworden ist. Durch einen leichten Rücksprung von der Straße reiht sich der Holzbau in Passivbauweise ortsbaulich in das Ensemble von Gemeindezentrum, Schule und Kirche ein. Ein direkt neben dem Eingang gelegener Multifunktionsraum lässt sich zum Vorplatz öffnen und ist somit auch für die ganze Gemeinde nutzbar. Das kluge Erschließungssystem bietet über eine Zweittreppe direkten Zugang zum Garten für die im Obergeschoss liegenden Gruppenräume. Im ganzen Gebäude ist außerdem ein Stampflehmboden verlegt, der nicht nur die gut benötigte Speichermasse liefert sondern auch eine unvergleichliche Spieloberfläche für die Kinder, die sich – wie berichtet wird – auf diesem Boden am liebsten ohne Hausschuhe bewegen. Das Gebäude wurde nach den strengen Kriterien des Vorarlberger Kommunalgebäudeausweises geplant und errichtet und entspricht damit hochwertigen Anforderungen für Bauökologie, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei Errichtung und Betrieb.
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04 Sanierung des Klostergebäudes der Lazaristen 2010-2013
Kaiserstraße 7, 1070 Wien, A
akp_architekten

Ein inzwischen multifunktional genutztes Klostergebäude nahe des Wiener Westbahnhofes wurde hier mit besonderer Akribie denkmalgerecht saniert. Durch die Ergänzung mit innenliegenden, passivhaustauglichen Holzfenstern konnten die äußeren Flügel der Wiener Kastenfenster erhalten bleiben und erfahren trotzdem eine wesentliche thermische Verbesserung: Mit dem dazwischenliegenden Luftraum ergibt das einen beachtlichen U-Wert der Gesamtfensterkonstruktion von 0,9 W/m2K. Eine innenliegende Dämmung lässt die Fassade unangetastet und auch die bündig in die Dachhaut gesetzten Dachflächenfenster ordnen sich der Architektur des historischen Bestandes unter. Insgesamt wurde eine extrem deutliche Reduktion des Energieverbrauchs erzielt: Das Gebäude entspricht nahezu den Anforderungen eines Niedrigstenergiegebäudes im Neubau – und das, obwohl es unter Denkmalschutz steht.
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05 Schulzentrum Schüttdorf 2012-2013
Schulweg 5, 5200 Zell am See, A
kub a Karl und Bremhorst Architekten

Zell am See ist ein beliebter und stark frequentierter Wintersport-Urlaubsort im ländlichen Salzburg. Bekannt ist der Ort auch für seine Architektur, die alpine Vorbilder mehr schlecht als recht in neue Funktionen und Volumen zwängt. Umso erstaunlicher ist es hier einen derart schlichten, die städtebauliche Situation beruhigenden Baukörper vorzufinden. Das Schulensemble aus Volksschule und Kindergarten wird gefasst und vor der stark befahrenen Bundesstraße geschützt. Besondere Qualität entwickelt der kleine Schulhof auf dem Dach der Turnhalle. Diese Hofsituation ist auch der einzige Einschnitt in dem ansonsten sehr kompakten Baukörper. Passivhausstandard, Qualität der Materialien im Innenausbau und hohe Ansprüche an die Innenraumluftqualität erfüllen moderne Komfortanforderungen, wie sie im Schulbau wünschenswert wären. Nachhaltigkeit wird aber nicht nur in energetischer Weise oder bei der Baustoffökologie gelebt: Statt teure neue Schulmöbel zu kaufen, werden die bestehenden Pulte und Stühle aus dem alten Provisorium einfach weitergenutzt.
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06 Illwerke Zentrum Montafon 2010-2013
Anton Amannstraße 12, 6773 Vandans, A
Hermann Kaufmann

Mit dem Illwerke Zentrum Montafon – dem Verwaltungsgebäude und Besucherzentrum des gleichnamigen Vorarlberger Energieerzeugers – ist der erste kommerzielle Bau des LCT-Verbundsystems entstanden: Unter- und Erdgeschoss sowie die zentralen Erschließungselemente sind in Beton ausgeführt. Die vier Obergeschosse wurden als Hybrid-Holzkonstruktion errichtet, die in nur sechs Wochen vor Ort aufgebaut wurde. Eine Besonderheit stellen die unbeplankten tragenden Elemente dar. Auf verleimten, in die Fassade integrierten Holzstützen liegen Holz-Beton-Verbundelemente auf, die in der Mittelachse von Stahlträgern gehalten werden, gestützt auf einer Reihe Stahlbetonsäulen. Der langgezogene, fünfgeschossige Baukörper ragt auf Stützen in einen Stausee und bietet aus dem Inneren schöne Rundumblicke in das Montafon. Mit dieser Aussicht verbunden bieten die klar gegliederten Büro- und Veranstaltungsräume eine hohe Arbeits- und Aufenthaltsqualität in einem energieeffizienten Gebäude. Das Tragsystem, mit hochwertigen Materialien ausgeführt, ist so präzise gearbeitet, dass es sichtbar bleibt und nicht verkleidet wird.
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07 Verwaltungsgebäude i+R Gruppe 2010-2012
J.Schertler-Straße 1, 6923 Lauterach, A
Dietrich | Untertrifaller

Am bestehenden Betriebsstandort am Ortsrand von Lauterach zieht die i+R Gruppe die Verwaltung und Kundenberatung in einem Neubau zusammen und setzt ein markantes Zeichen. Das Brise Soleil, von weitem sichtbar, bestimmt die Südfassade, spendet Schatten und markiert den Eingang. Ebenso sorgfältig und präzise sind Nord, Ost- und Westfassade gestaltet. Bei den beiden Letzteren rahmen brettergeschalte Sichtbetonmauern kleine, sich geschossweise abwechselnde Balkone und ergeben ein stimmig proportioniertes Bild. Die innere Struktur wird von zwei großen verbindenden Atrien gegliedert. Das eine ist eher öffentlich und dient der allgemeinen Erschließung und dem Empfang auf den verschiedenen Geschossen. Das andere ist eher als Begegnungspunkt für interne und informelle Gespräche ausgelegt. Innovative Energielösungen, Energieeffizienz, hochwertige Materialien und die damit verbundene hervorragende Arbeitsplatzatmosphäre komplettieren das Bild.
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08 Volksschule Mariagrün 2011-2014
Schönbrunngasse 30 B, 8022 Graz, A
Architekturwerk Christoph Kalb, Philipp Berktold Architekten

In die Parklandschaft eines ehemaligen Sanatoriums – heute ein Kindergarten – passt sich dieser schlichte Baukörper zurückhaltend ein und kommuniziert auch mit der vor einigen Jahren ebenfalls in Holz errichteten Kindergrippe. Die pädagogisch-programmatische Besonderheit dieser Volksschule zeigt sich aber vor allem im Inneren. Statt mit Türen öffnen sich jeweils vier Klassenräume mit raumhohen Schiebetoren zu einem gemeinsamen großen Spiel-, Lern- und Rückzugsraum, der nicht nur in den Pausen genutzt werden kann. Diese neue großzügige räumliche Aufteilung findet man sowohl im Eingangsgeschoss, wie auch im darunter liegenden Zwischengeschoss. Im unteren Parkgeschoss sind die Sonderunterrichtsräume und die Turnhalle platziert. Letztere lässt sich durch eine außenliegende Treppe auch separat erschließen. Energetisch und bezüglich des thermischen Komforts wird Passivhausqualität im Schulbau beispielhaft ebenso umgesetzt, wie bei der Verwendung hochwertiger Materialien im Innenausbau auf die Qualität der Innenraumluft geachtet wurde: Beste Voraussetzungen für einen hochwertigen Schulalltag.
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Sanierung Wohn- und Bürogebäude Atrium
Lauterach, A
ATRIUM

Es ist beachtenswert, dass sich ein privater Bauträger des ehemals „energetisch schlechtesten öffentlichen Gebäude Vorarlbergs“, dem früheren Lauteracher Rathaus angenommen hat. Das Rathaus ist in einen Neubau übersiedelt, der Bestand durch den genannten Bauträger bis auf die Tragstruktur rückgebaut, aufgestockt und vollumfänglich saniert worden. Durch sinnvolle Nachverdichtung und öffentliche Nutzung in der Erdgeschosszone entsteht ein starker Mehrwert für den Stadtkern von Lauterach. Schwarz angestrichen ist die alte Stahlbetonskelettstruktur im Inneren noch immer sichtbar. 60% der grauen Energie, die für die Tragstruktur eines Neubaus hätte verwendet werden müssen, ist dadurch eingespart worden. Beides, die sozialen und ökologischen Überlegungen und Entscheidungen sind gelebte Nachhaltigkeit und ein Beispiel für Nachverdichtung im Bestand, wie es hoffentlich noch viele Nachahmer finden wird.
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Wohnhausanlage "so.vie.so mitbestimmt" 2013
Wien, A
s&s architekten

Die Wohnhausanlage so.vie.so besteht aus drei miteinander verschränkten Baukörpern. Der langgezogene, nord-süd-orientierte Hauptbaukörper bildet mit dem zum Helmut-Zilk-Park zugewandten und höheren Bauteil ein L. Hofseitig ist diesem Zusammenschluss ein leicht geschwenkter Baukörper vorgesetzt. Im Zwischenraum findet eines der beiden Treppenhäuser Platz, dass sich über einen nordseitigen Laubengang mit der zweiten Erschließung – im Gelenk des Ls – verbindet. Punktuelle Verbreiterungen des Laubengangs sind dabei der erste und unmittelbarste Treffpunkt für die BewohnerInnen. Weitere Gemeinschaftsräume komplettieren die umfassende Betrachtung der Begegnungszonen. Die in verschiedenen Grüntönen gehaltenen und geschoßweise versetzen Balkone gliedern die Fassade stimmig. Besondere Beachtung verdient aber auch das Konzept der Partizipation: obwohl es sich um einen klassischen sozialen Wohnungsbau handelt, hat es in einem moderierten Prozess allen zukünftigen BewohnerInnen vielfältige Möglichkeiten zur Mitsprache gegeben. Und vielleicht gerade ob dieser Möglichkeiten: Entstanden ist auch ein Musterbeispiel für energieeffizienten und ökologisch hochwertigen Wohnungsneubau.
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09 Wohnhaussanierung in der Hockegasse
Hockegasse, Wien, A
bogenfeld Architektur

Als „hässliches Entlein“ bezeichneten Architektin und Bewohner das Wohnhaus vor der Sanierung. Dass darin ein schöner und bescheidener Schwan stecken kann, bewiesen beide mit dem ökologisch und energetisch anspruchsvollen Umbau. Das alte Stiegenhaus blieb bestehen und wurde durch ein Zweites ergänzt. Dadurch entstehen verschiedene Nutzungsmöglichkeiten und Wohnungsgrößen. Im Moment für eine Familie und eine zusätzliche Wohnung im Dachgeschoss. Die Nachhaltigkeit beschränkt sich überdies nicht nur auf die energetische Sanierung, sondern wurde auf besonderen Wunsch der Bauherrenschaft auch in hoher ökologischer und baubiologischer Qualität – Lehmputz, schadstofffreie Baustoffe, etc. – ausgeführt. Das Resultat kann sich sowohl in ökologischer als auch gestalterischer Hinsicht im wahrsten Sinne des Wortes „sehen lassen“.
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10 Wohnhaus "Wohnprojekt Wien" 2010-2013
Krakauer Straße 19, 1020 Wien, A
einszueins architektur

Im Gelände des ehemaligen Nordbahnhofareals findet sich dieses Wohngruppenprojekt mit Holzfassade vor massiver Bauweise. Durch ein findiges Finanzierungskonzept versucht das als Wohnheim errichtete Haus Spekulation auszuschließen und leistbaren Wohnraum zu schaffen. Die Volumetrie wird durch zwei große Einschnitte bestimmt, die das innenliegende Stiegenhaus als hellerleuchtetes Zentrum definieren. Hochwertige Gemeinschaftsräume im Erd- und tagesbelichteten Untergeschoss werden mit Sauna und Terrasse auf dem Dach gekrönt. Unter dem Motto „für die Gäste das Beste“ finden sich dort auch Gästewohnungen, die von allen BewohnerInnen und ihren BesucherInnen bedarfsweise genutzt werden können. Neben dem durchdachten Energiekonzept mit Niedrigstenergiestandard hat dieser Zugang sehr viel mit gelebter Nachhaltigkeit zu tun: Räume, die anderswo selten genutzt werden oder nur gegen höchstes Entgelt bezogen werden, werden hier einfach geteilt und beispielhaft „für alle“ in Wert gesetzt. Das Projekt besticht insgesamt durch seine gezeigte Modularität und offen gelebte Nutzorientierung.
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