Maria-Theresien-Straße, 6020 Innsbruck, A Architektur: AllesWirdGut (2008-2009)Bauherr:in: Stadt Innsbruck
Um der Maria-Theresien-Straße, der "Prachtstraße" Innsbrucks, eine ihrer Bedeutung gerecht werdende Gestaltung zu geben, wurde 2006 ein Wettbewerb ausgeschrieben, den AllesWirdGut gewann. Mit einer teppichartigen Gestaltung der Straßenoberfläche aus vier verschiedenen Graniten, Platzmöbeln aus Messing und einem differenzierten Lichtkonzept schufen sie einen atmosphärisch reichen, städtischen Ort, der zugleich Straße und Platz ist.
ULB – Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck
Innrain 50 und 52 d-f, 6020 Innsbruck, A Architektur: Eck & Reiter, Dietmar Rossmann (2007-2009)Bauherr:in: BIGÖffentlich zugänglich: Mo bis So während der Bibliotheksöffnungszeiten"On Stones" – Kunst am Bau von Georgia Creimer in den Lichthöfen der ULB
An Stelle der ursprünglichen, städtebaulich unbefriedigenden Situation eines ungenutzten Restraums entlang der Straße schafft der Neubau der ULB einen fließenden Übergang vom Stadtraum in den Universitätscampus. Die Bibliothek ist unter den bestehenden Hochbauten situiert und an die reorganisierte Hauptbibliothek angeschlossen. Das Dach der Bibliothek wurde zu einer viel genutzten Freifläche, die als neuer, der Stadt zugewandter Eingang in die Universität fungiert.
Sparkassenplatz 2, 6020 Innsbruck, A Architektur: Johannes Wiesflecker (2008-2009)Bauherr:in: SLVGÖffentlich zugänglich: teilweise (Geschäfte und Gastronomien im Erdgeschoss)Zwei der Geschäfte – die Verpackungsboutique Dinkhauser und das Juweliergeschäft Mölk – wurden von Rainer Köberl gestaltet.
Die Sanierung und Aufstockung des Büro- und Geschäftshaus auf der Südseite des Sparkassenplatzes bildet den Abschluss eines mehrjährigen Erneuerungsprozesses der rund um diesen zentralen Innsbrucker Platz liegenden Immobilien der Tiroler Sparkasse. Mit dem Ziel, die Um- und Aufbauten zu einem einheitlichen, jedoch nicht gleichförmigen neuen Gebäude zusammenzuführen, wurden sowohl innen als auch außen differenziert gestaltete Raumidentitäten übereinandergeschichtet.
Ing. Etzelstraße 5-17, 6020 Innsbruck, A Architektur: obermoser arch-omo (2006-2009)Bauherr:in: BOE Baumanagement GmbHÖffentlich zugänglich: teilweise
Die Bebauung auf dem Areal des ehemaligen "Bürgerlichen Brauhaus" besteht aus einer zweigeteilten Randverbauung an der Ing.-Etzel-Straße, einem daran westlich angeschlossenen "Bildungsturm" für das BFI und zwei hintereinander liegenden "Stadtblöcken" mit Servicezonen der hier untergebrachten Versicherungsanstalten in den Erdgeschossen, Büroflächen und Wohnungen in den Obergeschossen. Unterschiedliche Materialien, jeweils anders strukturierte Fassaden und die Freiraumgestaltung tragen dazu bei, dass trotz der Größe der Gesamtbebauung ein heterogenes innerstädtisches Quartier entstand.
Schloßweg 1, 6532 Ladis, A Architektur: VENTIRAARCHITEKTEN (2009)Bauherr:in: Florian Klotz, Thomas Klotz
Am Fuß der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Burg Laudegg in Ladis entstand mit dem Apartmenthaus "Refugio Laudegg" ein zeitgenössischer Kontrapunkt. Die vier, von einander leicht abgesetzten und höhengestaffelten Baukörper nehmen in ihrer Kleinteiligkeit und Materialität Bezug auf die traditionelle Stallbauweise. Gemeinsam mit Burg, Gasthof, See und imposanter Bergwelt bildet die neue Anlage ein einheitliches Ensemble.
Münchner Straße 21, 6130 Schwaz, A Architektur: gharakhanzadeh sandbichler architekten (2007-2009)Bauherr:in: Immobilien Schwaz GmbH & Co KEGTIPP: Im Einsatzzentrum befindet sich ein Feuerwehrmuseum, dessen Exponate in Nischen und Freiräumen platziert wurden.
Direkt am Inn und am Autobahnzubringer befindet sich das Einsatzzentrum der Feuerwehr und Bergrettung Schwaz. Die Kubatur ist im hinteren Bereich des Grundstücks konzentriert, womit ein entsprechend großer Vorplatz für die Einsatzfahrzeuge geschaffen wurde. Dominanter Bauteil des zum Fluss und zur Promenade hin abgestuften Volumens ist der 18 m hohe, gläserne Schlauchturm, der die Funktion des Gebäudes von weitem sichtbar macht.
Linden 7, 6320 Angerberg, A Architektur: Kurt Rumplmayr (2008-2009)Bauherr:in: Gemeinde AngerbergErreichbarkeit: Autobahnausfahrt "Wörgl Ost", L213 Richtung AngathTIPP: ca. 4 km entfernt die sehenswerte Wallfahrtskirche "Mariastein" (um 1360)
Der von Kurt Rumplmayr realisierte Schulbau ist ein reduziert gestalteter, nach allen Seiten durchlässiger Kubus, der den neu geschaffenen Dorfplatz abschließt und nach Innen weiterführt. Im Erdgeschoss sind rund um eine abgesenkte Turn- und Veranstaltungshalle die öffentlichen Funktionen angeordnet. Die Klassenräume befinden sich im Obergeschoss und werden durch einen mittigen, lichtdurchfluteten Hallenbereich erschlossen.
Technikerstraße 84, 6020 Innsbruck, A Architektur: Marte.Marte Architekten (2007-2009)Bauherr:in: stadtBAUErreichbarkeit: am westlichen Ende des Franz-Baumann-Wegs, Buslinie O
Den Schlusspunkt der Wohnbebauung "Am Lohbach" bildet das am Westende situierte, von Bernhard und Stefan Marte als Atriumhaus geplante Seniorenwohn- und Pflegeheim. Eine offene, lichtdurchflutete Erschließung führt in die oberen Ebene mit den in Wohngruppen organisierten Pflegezimmern. Östlich des Heims entstand für die BewohnerInnen ein Stadtteil-Platz, auf den sich das öffentlich zugängliche Café des Heims öffnet.
Am alten Hof 1, 6580 St. Anton am Arlberg, A Architektur: Tatanka (2007-2009)Bauherr:in: Markus StembergerTIPP: Wellness- und Fitnessbereich "cloud 9"
Nach wie vor ist in Tirol der Typus des überdimensionierten Bauernhauses im Hotelbau weit verbreitet. Das von der tatanka ideenvertriebs gmbh errichtete "Arlmont" zeigt, dass in der jüngeren Generation von Touristikern ein Umdenken stattfindet. Statt geschnitzter Holzbalkone umfasst eine Brüstung in rötlich eingefärbtem Sichtbeton das über einem organisch geschwungenen Grundriss ausgeführte Gebäude, raumhohe Fensterflächen bieten dem Gast ein lichtdurchflutetes Ambiente.
Ingenieur-Julius-Lott-Weg, 6580 St. Anton am Arlberg, A Architektur: driendl*architects (2009)Bauherr:in: Arlberger Bergbahnen AGÖffentlich zugänglich: während der BetriebszeitenDie Bergstation wurde durch LEGOS Architektur umgebaut und um ein Panoramarestaurant erweitert.
Nur 150 m entfernt von der, ebenfalls von driendl*architects geplanten, Talstation der Galzigbahn erschließt die neue Rendlbahn erstmals die andere Talseite direkt vom Ortszentrum aus. Das in dynamischer Formensprache aus Stahl, Glas und Beton ausgeführte Bauwerk fungiert in seiner unteren Ebene als Busterminal, von dem aus die Gäste über Rolltreppen direkt in den Einstiegsbereich der Gondeln kommen. Eine, in langem Schwung gezogene, neue Fußgängerbrücke verbindet das Ende der Skipiste mit der ins Gelände integrierten Talstation.
Ammerwald 1, 6600 Reutte, A Architektur: Oskar Leo Kaufmann | Albert Rüf (2008-2009)Bauherr:in: BMW AGErreichbarkeit: Von Reutte aus Richtung Plansee und weiter Richtung Linderhof (an der L255)
Seit den 1940er Jahren betreibt die BMW-Group in den Bergen zwischen Schloss Linderhof und Plansee ein Ferienhotel. Der Firmenphilosophie entsprechend wünschte sich BMW einen bewusst zeitgenössisch gestalteten Neubau. Das von den Vorarlberger Architekten Kaufmann Rüf realisierte Gebäude besteht aus einem Sockelgeschoss in Ortbeton, auf den in extrem kurzer Bauzeit die Obergeschosse als komplett eingerichtete Massivholz-Module mit raumhohen Fenstern gesetzt wurden.
Falkensteinstraße 28, 6130 Schwaz, A Architektur: Margarethe Heubacher-Sentobe, Günther Dregelyvari (2007-2009)Bauherr:in: Frieden TirolÖffentlich zugänglich: teilweiseTIPP: In dem von der Lebenshilfe Tirol betriebener Dorfladen sind viele regionale Produkte erhältlich.
Anstelle eines ehemaligen Gasthauses konzipierten Margarethe Heubacher-Sentobe und Günther Dregelyvari einen klar und selbstverständlich wirkenden Neubau, in dem unterschiedliche Bevölkerungsgruppen – mit und ohne Beeinträchtigung – und verschiedene soziale und kommunikative Einrichtungen zusammengeführt wurden. Mit Schülerhort und Seniorenstube, Wirtshaus und Nahversorgerladen sowie Wohnungen für Jungfamilien, für betreutes Wohnen und eine Wohngemeinschaft der Lebenshilfe entstand ein lebendiger Ort für Menschen aller Altersgruppen und gleichzeitig das bis dahin fehlende Ortszentrum im Stadtteil "Dorf".
General-Eccher-Straße 15-33, 6020 Innsbruck, A Architektur: DIN A4 Architektur (2007-2009)Bauherr:in: Neue Heimat TirolÖffentlich zugänglich: teilweiseDrei Kunst-Projekte finden sich in der Außenanlage: sechs "Säulen der Poesie" von Anton Christian, die Skulptur "Zeit" von Heinz Gappmayr sowie Sitzbänke von Peter Kogler.
Auf dem Areal der ehemaligen Tiroler Lodenfabrik, am nördlichen Rand der Innsbrucker Reichenau, wurde im Herbst 2009 der zu diesem Zeitpunkt größte zertifizierte Passivhausbau in Europa fertig gestellt. Das 2005 aus einem Wettbewerb hervorgegangene städtebauliche Grundkonzept der Architekturwerkstatt din a4 besteht aus drei Gebäudekomplexen, die jeweils wieder aus zwei gegeneinander gestellten L-förmigen Baukörpern zusammengesetzt sind, die durch ihre Verschränkung große Innenhöfe bilden. Ein Bauteil mit Mietwohnungen für die NEUE HEIMAT TIROL wurde von der Architekturwerkstatt din a4 umgesetzt, die anderen beiden von Architekturhalle Wulz-König bzw. teamk2 [architects].
General-Eccher-Straße 35-49, 6020 Innsbruck, A Architektur: Architekturhalle Wulz-König (2007-2009)Bauherr:in: ZIMAÖffentlich zugänglich: teilweise
Als Teil der Wohnbebauung auf dem Areal der ehemaligen Tiroler Lodenfabrik realisierte die Architekturhalle Wulz-König einen Bauteil mit 128 Eigentumswohnungen. Dem städtebaulichen Grundkonzept folgend, bilden zwei sich gegenüberstehende L-förmige Baukörper eine offene Blockrandbebauung und umfassen einen quadratischen Innenhof. Dieser Innenhof liegt einen Meter höher als das umgebende Gelände und wird über zwei Rampen an den Öffnungen auf der Ost- und Westseite erschlossen.
General Eccher Straße, 6020 Innsbruck, A Architektur: teamk2 [architects] (2007-2009)Bauherr:in: Neue Heimat TirolÖffentlich zugänglich: teilweise
Bauteil 3 der aus drei offenen Blockrandbebauungen gebildete Passivhaus-Wohnanlage Lodenareal wurde von teamk2 [architects] realisiert, wie bei den anderen beiden Bauteilen bilden auch hier zwei L-förmige Baukörper einen großzügigen Innenhof. Die insgesamt 165 Mietwohnungen sind großteils durchgestreckt und verfügen über Freiflächen sowohl im Süden bzw. Westen als auch über Wirtschaftsbalkone im Norden bzw. Osten. Eine zweite Fassadenebene mit geschosshohen Schiebeelementen bietet den Freiflächen Schutz und trägt zur Strukturierung des großvolumigen Baukörpers bei.
Unterassling 28, 9911 Assling, A Architektur: lor.architektur (2008-2009)Bauherr:in: Gemeinde AsslingÖffentlich zugänglich: teilweise
Mit dem Neubau eines Vereinsheims und der damit einhergehenden Neugestaltung des Dorfplatzes wurde für die BewohnerInnen der weit gestreuten, 18 Weiler umfassenden Gemeinde Assling ein gemeinsames Zentrum geschaffen. Die rund um den Platz angeordneten Bestandsbauten wurden über ein in Sichtbeton ausgeführtes Podest mit Rückwand und Dach zusammengebunden, daran angrenzend wurde das Vereinsheim errichtet, das den neugeschaffenen Platz im Nord-Osten abschließt.
Fürstenweg 5, 6020 Innsbruck, A Architektur: Manzl Ritsch Sandner (2007-2009)Bauherr:in: ZIMAÖffentlich zugänglich: teilweiseTIPP: unbedingt in den Innenhof gehen!
Nach außen präsentiert sich der an der Universitätsbrücke gelegene Solitär - ein vorrangig für studentische Nutzer konzipierter Wohnbau - als glänzend weißer Monolith mit einer markant abgeschnittenen Ecke und rhythmisch versetzten Fensteröffnungen. Ein haushoher Eingangsschlitz führt in die komplett andersartige "Innenwelt", wo zwei geknickte, mit Eichenlamellen verkleidete Wandscheiben einen mit Stöcklpflaster ausgelegten und von breiten Laubengängen erschlossenen "Gassenplatz" bilden.
Bgm. Artur Wechselberger Weg 2, 6067 Absam, A Architektur: Hanno Vogl-Fernheim (2007-2008)Bauherr:in: Gemeinde AbsamÖffentlich zugänglich: teilweiseErreichbarkeit: fußläufig vom Dorfzentrum, leicht oberhalb der Dörferstraße
Die Erweiterung des Ende der 1990er Jahre von Hermann Kastner errichteten Haus für Senioren besteht in einem aufgeständerten, zweigeschossigen Zubau mit geräumigen und hellen Zimmern. Zusammen mit dem Bestandsgebäude bildet die L-förmige Erweiterung einen zentralen und geschützten Innenhof mit Caféteria und überdachtem Freibereich. Als zentrales Element ist eine über ovalförmigem Grundriss errichtete Kapelle in den Innenhof gestellt, gestaltet als bewusst introvertierter Ort der Ruhe.
Walther-von-der-Vogelweide Park, 6020 Innsbruck, A Architektur: columbosnext (2008)Bauherr:in: aut. architektur und tirolHINWEIS: Die Plattform wurde im Mai 2010 abgebaut.
Im Innsbrucker Walther-Park entstand im Auftrag von aut. architektur und tirol und im Rahmen der "Architekturtage 2008" eine 52 m lange, begehbare und vielfältig nutzbare Plattform. Zwei Jahre lang stand das von der Gruppe columbosnext realisierte Bauwerk der Innsbrucker Bevölkerung zur Verfügung, zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen ließen aus einem vernachlässigten Ort einen lebendigen "genius loci" entstehen.
Meranerstraße 8, 6020 Innsbruck, A Architektur: Schlögl & Süß Architekten (2006-2008)Bauherr:in: Hypo RentÖffentlich zugänglich: Mo bis Do 7.45-16 Uhr, Fr 7.45-15 Uhr (Banköffnungszeiten)Im Hof des Bankgebäudes wurde das Landhaus 1 von Schlögl & Süß Architekten und Johann Obermoser um ein Verwaltungsgebäude und einen Festsaal erweitert.
Mit der Zentrale der Hypo Tirol Bank am Boznerplatz setzte eine weitere Regionalbank einen architektonischen Akzent in der Innenstadt. Der transparente, von vertikalen Lamellen umhüllte Baukörper nimmt die Höhe der umgebenden Bebauungen auf, folgt an der Ecke in einem leichten Schwung dem Straßenverlauf und entwickelt sich nach oben hin zu einem markant gestalteten Dachgeschoss mit einem verglasten Konferenzsaal.
Salurnerstraße 1, 6020 Innsbruck, A Architektur: Rainer Köberl (2008)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: Mo bis Fr 7-18.30 Uhr, Sa 7-17 UhrTIPP: Café Baguette mit "thai 2 go"
Gegenüber von Hauptbahnhof und Busbahnhof entstand durch Umbau und Erweiterung einer alten Filiale eine dem Ort angemessene "städtische Ecke" mit einem offenen, auf Straßenniveau liegenden Café-Restaurant. Prägendes gestalterisches Element dieser Adaptierung eines heterogenen, bis zur statischen Essenz freigelegten Bestands ist die grüne, gewellte Decke, die mit dem dunklen Boden kontrastiert.
Innstraße 113a, 6020 Innsbruck, A Architektur: Johannes Wiesflecker (2007-2008)Bauherr:in: IIGDer Schülerhort wurde beim Bauherrenpreis der ZV 2008 ausgezeichnet.
Der weitgehend in Sichtbeton und Glas ausgeführte Baukörper des Schülerhorts schafft in räumlich differenzierter Schichtung einen Übergang zwischen dem Landschaftsraum der Hangkante und der stark befahrenen Straße entlang des Inns. Im Inneren öffnet sich das zur Straße hin kubisch in Erscheinung tretende Gebäude mittels umlaufender Freibereiche zum Garten, wo zahlreiche Sporteinrichtungen bis hin zu einem Freibad den Kindern Raum zur Entfaltung ihrer Aktivitäten bieten.
Innervillgraten 76, 9932 Innervillgraten, A Architektur: Peter Jungmann, Markus Tschapeller (2007-2008)Bauherr:in: Alfons Steidl
Am Ende eines Tales in Osttirol, direkt neben einem Wildbach, wurde eine alte Schmiede ausgebaut und um ein schwarzes "Raumgebilde" erweitert, das mit seinen schräggestellten Lichtkuben fast wie der räumliche Negativabdruck des Wildbaches wirkt. Seitliche Verglasungen zeichnen die Hochwasserlinie an die Fassade, große Fensteröffnungen geben dem Raum Licht und bieten Ausblicke in die Landschaft.
Innsbruckerstraße 4, 6161 Natters, A Architektur: Manfred Gsottbauer (2008)Bauherr:in: Gemeinde NattersÖffentlich zugänglich: teilweiseErreichbarkeit: Straßenbahn Linie "STB" vom Innsbrucker Hauptbahnhof aus
Das unter dem Leitmotiv "Dem Fest einen Rahmen geben" konzipierte Projekt eines Probe-, Übungs- wie auch Aufführungsplatzes für das Dorf und seine Vereine ging als Sieger aus einem von der Dorferneuerung abgewickelten Architekturwettbewerb hervor. Kernstück ist ein passepartoutartiger, überdachter Umgang, der das kupferverkleidete Vereinshaus und den Festplatz mit Bühne fasst und zugleich Aussichtsplattform zur Landschaft ist.
Natterer See 1, 6161 Natters, A Architektur: Giner + Wucherer (2008)Bauherr:in: Familie GinerTIPP: Öffentlich zugänglicher Badesee (Eintritt kostenpflichtig)
Im neu geschaffenen Eingangsbereich des Campingplatzes am Natterer See entstand ein langgezogenes und schmales Infrastrukturgebäude, das in der Welt der Zelte, Wohnwägen und Wohnmobile einen völlig neuen Qualitätsansatz verfolgt. Der zweigeschossige Baukörper fügt sich trotz der relativ großen Kubatur unauffällig in die Uferlandschaft ein. Eine Fülle an "kleinen", aber feinen Ideen veredelt die herkömmliche Campinginfrastruktur.
Technikerstraße 82, 6020 Innsbruck, A Architektur: driendl*architects (2006-2008)Bauherr:in: stadtBAUErreichbarkeit: am westlichen Ende des Franz-Baumann-Wegs, Buslinie O
Als Weiterentwicklung des 2000 fertig gestellten Projekts "Am Lohbach I" errichtete die Innsbrucker Stadtbau GmbH fünf weitere Wohngebäude. Basierend auf dem ursprünglichen städtebaulichen Konzept realisierten Baumschlager & Eberle und driendl*architects zwei bzw. drei kompakte, schachbrettartig zueinander versetzte Punkthäuser. Großzügige, lichtdurchflutete Erschließungszonen prägen das Innere der Wohnbauten.
Stubaier Gletscher – Großer Isidor (3.200 m), 6167 Neustift im Stubaital, A Architektur: LAAC (2008)Bauherr:in: Wintersport TirolErreichbarkeit: ca. 10 min. von der Bergstation der Schaufeljoch-BahnDie Plattform erhielt 2010 eine Anerkennung beim BTV Bauherrenpreis für Tirol und Vorarlberg.
Auf über 3.200 m Höhe mitten im Stubaier Gletscher bietet die Gipfelplattform "TOP OF TYROL" einen beeindruckenden Ausblick in die Tiroler Bergwelt. Ausgehend von der vorhandenen Topographie konzipierten LAAC Architekten ein "Zeichen im Schnee", das sich in fließender Bewegung an den Felsgrat des Großen Isidor schmiegt und 9 Meter über die Felskante auskragt.
Florianigasse 15, 6370 Kitzbühel, A Architektur: Tatanka, Gogl Architekten (2007-2008)Bauherr:in: Christian Harisch, Andreas HarischPreisträger beim Staatspreis Architektur 2008 für Tourismus und Freizeit
Das in den 1980er Jahren als groß dimensioniertes Tirolerhaus errichtete "Hotel Adler" wurde 2001 durch Wolfgang Pöschl um ein dreigeschossiges "Black Spa" erweitert, einen teilweise in die Erde gegrabenen Wellnessbereich mit Sauna, Hallenbad und Fitnessraum. 2008 wurde dem bestehenden Haus das als Fremdkörper ausformulierte "Kitz Sommer Spa" aufgesetzt. Im gläsernen Sockelgeschoss entstanden luxuriöse Suiten, darüber "schwebt" die schindelumhüllte Dachterrasse mit Freischwimmbad.
Der erste zeitgenössische Eingriff an dem mitten in Sölden gelegenen Hotel "Liebe Sonne" betraf das Dachgeschoss, wo der vorher geschlossene Dachraum nach allen Seiten hin geöffnet wurde und ein zweigeschossiger Wellnessbereich mit entsprechenden Freiflächen entstand. In einem zweiten Schritt wurden der Eingangsbereich und die gesamte Erdgeschosszone mit Hotelhalle und Restaurant – wiederum in schlichter Formensprache und mit natürlichen Materialien – neu gestaltet.
"Leben am Tivoli" – Bauteil 1 (Wohnbau und "Office am Tivoli")
Josef-Thoman-Straße, 6020 Innsbruck, A Architektur: Bruno-Michael Schwamberger (2006-2008)Bauherr:in: Neue Heimat Tirol, ZIMAÖffentlich zugänglich: teilweise (Geschäfte, halböffentliche Höfe)Im Wettbewerb noch als monolithischer Hochhaussolitär geplant, musste das "Office am Tivoli" mehrfach überarbeitet und in seiner Höhe reduziert werden und wurde schlussendlich von ATP als Generalplaner finalisiert.
Auf dem 70.000 m2 großen Areal des ehemaligen Tivoli-Stadions entstand ab 2005 ein neuer Stadtteil mit über 400 Wohnungen, Geschäften, Büros, einem Seniorenheim, einem Kindergarten und Jugendtreff, einem Hotel sowie zahlreichen Grünflächen und Freiräumen. Um ein möglichst vielfältiges und lebendiges Stück Stadt zu erhalten, wurde für jeden Bauteil ein eigener Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Der von Bruno Schwamberger realisierte Bauteil 1 liegt im Südosten des Areals direkt am Südring und besteht aus einer Blockrandbebauung mit Wohnungen, die im Osten mit dem "Office am Tivoli" abgeschlossen wird.
Olympiastraße 7, 9, 11, 13, 15, 6020 Innsbruck, A Architektur: Manzl Ritsch Sandner (2006-2008)Bauherr:in: Neue Heimat Tirol, ZIMAÖffentlich zugänglich: teilweise (Geschäfte, halböffentliche Höfe)Städtebauliches Leitprojekt und Bauteil 3 von Greulich/Dubokovic Architekten (Darmstadt)
Am südwestlichen Eck des innerstädtischen Erweiterungsgebiets "Am Tivoli" realisierten Manzl Ritsch Sandner einen Wohnbau mit Geschäftszonen im Erdgeschossbereich. Im Unterschied zu den anderen Bauteilen wird bei diesem Projekt das im städtebaulichen Leitprojekt vorgegebene Konzept der Blockrandbebauung nur im Erdgeschoss umlaufend durchgezogen und in den oberen Geschossen in einen Gebäudewinkel und einen "Eckkubus" aufgelöst. Im Zentrum befindet sich nach Westen ausgerichtet ein überhöhter, bewusst städtisch gestalteter Platz.
Olympiastraße 33, 6020 Innsbruck, A Architektur: reitter_architekten (2007-2008)Bauherr:in: IIGKindergarten und Jugendtreff wurden beim BTV-Bauherrenpreis für Tirol und Vorarlberg 2010 mit einer Anerkennung ausgezeichnet.
Ausgehend von der privilegierten Lage des Grundstücks als Teil der großen, grünen "Tivoli-Lunge" realisierte Helmut Reitter eine durchlässige Bebauung nach dem Grundkonzept von "Pavillons im Park". Der lang gestreckte Baukörper des "Haus der Kinder" und sein Pendant, der kompakte Kubus des "Jugendtreff", bieten den Kindern und jungen Erwachsenen Räume, die zueinander, mit dem öffentlichen Park und dem gegenüberliegenden Wohnheim für SeniorInnen in vielfältige Blickbeziehungen treten.
Karrösten Nr. 66, 6460 Karrösten, A Architektur: Raimund Rainer (2007-2008)Bauherr:in: Gemeinde Karrösten, Alpenländische HeimstätteÖffentlich zugänglich: teilweiseDas Projekt wurde beim "Tiroler Sanierungspreis 2009" mit einer Würdigung der Jury ausgezeichnet.
In der Gemeinde Karrösten wird umweltbewusstes Denken und Handeln seit vielen Jahren groß geschrieben. Das Gemeindehaus selbst, in dem sich sowohl das Gemeindeamt und ein Mehrzwecksaal, als auch ein Kindergarten und Wohnungen befinden, entsprach diesem Anspruch in keinster Weise. Das aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangene Sanierungskonzept brachte den aus den 1960er Jahren stammenden Bestand nicht nur energetisch auf Passivhausqualität, sondern verbesserte auch die gesamte Raumstruktur rund um das als verbindende Mitte ins Erdgeschoss verlegte Gemeindeamt.
Egger Lienz Straße 9, 6112 Wattens, A Architektur: obermoser arch-omo, Thomas Schnizer (2007-2008)Bauherr:in: Marktgemeinde WattensÖffentlich zugänglich: teilweise
Die Sporthalle, die zwar in erster Linie für die benachbarte Volksschule gebaut wurde, aber auch von verschiedenen Sportvereinen der Gemeinde genutzt wird, wurde von den Architekten als öffentlicher Raum konzipiert. Der Großteil des von einem zweifach geknickten Dach umhüllten Volumens ist in die Erde abgesenkt, das Erdgeschoss über ein großzügig verglastes Foyer zur Straße hin geöffnet. Eine Tribüne für 300 Zuschauer bildet den fließenden Raumübergang vom Foyer hinunter zur Dreifachturnhalle.
Adaptierung und Erweiterung Internatsschule für Schisportlerinnen, Stams
Wirtsgasse 1, 6422 Stams, A Architektur: Dieter Tuscher, Martin Maximilian Weiskopf (2008)Bauherr:in: Verein Internatsschule für SchisportlerÖffentlich zugänglich: teilweiseErreichbarkeit: kurz nach der Abzweigung von der Bundesstraße Richtung Zentrum.In unmittelbarerer Nähe befindet sich mit dem von Othmar Barth in den späten 1970er Jahren errichteten Schigymnasium Stams ein Schlüsselbau der Moderne in Tirol.
Seit der Gründung des Schigymnasiums Stams in den 1970er Jahren diente das ehemalige Wirtshaus "Speckbacher" als Internat. Das aus der Barockzeit stammende Walmdachhaus wurde durch Dieter Tuscher und Martin Weiskopf behutsam an heutige Erfordernisse angepasst. Direkt an den Altbau angeschlossen wurde ein lang gestreckter, leicht in den Boden abgesenkter Neubau errichtet. Zwei Zimmertrakte und der Verbindungsgang umfassen U-förmig einen begrünten, nach Westen geöffneten Innenhof.
Santifallerstraße 3, 6020 Innsbruck, A Architektur: Johannes Wiesflecker (2007-2008)Bauherr:in: TIGEWOSIÖffentlich zugänglich: teilweiseDie benachbarte Pfarrkirche "Petrus Canisius" wurde 1968–72 nach Plänen von Horts Parson errichtet.
In Reaktion auf die städtebauliche Situation neben der quadratischen Kirche von Horst Parson und im Übergang von Wohnbebauungen zur Innuferzone realisierte Johannes Wiesflecker ein StudentInnenheim mit ausgesprochen hoher Wohnqualität. In zwei, in ihrer Grundform quadratischen Baukörpern mit ganz unterschiedlichem Charakter befinden sich großzügige Zimmer und Gemeinschaftsbereiche. Unter die Gebäude geschoben ist eine Platzmulde, die eine durchlässige Zone zum Inn hin schafft.
Galtür 1b, 6563 Galtür, A Architektur: VENTIRAARCHITEKTEN (2007)Bauherr:in: Adalbert WalterÖffentlich zugänglich: tägl. ab 10 Uhr, Après Ski während der Saison ab 15 Uhr
Auf der Schipiste der Alpkogelbahn im Skigebiet Galtür findet man mit der "Addis Abeba[r]" eine Schihütte, die nicht den gängigen Klischees der Hüttenromantik entspricht. Dem Entwurfsgrundgedanken eines Schneekristalls folgend setzten ventira. architekten einen weißen Kubus mit Einschnitten und vorgehängten Panorama-Fensterboxen in den Hang.
Stadtforum, 6020 Innsbruck, A Architektur: Irmgard Frank (2007)Bauherr:in: BTVÖffentlich zugänglich: jaDie Terrasse wurde 2008 von Hanno Vogl-Fernheim gestaltet.
Im Zuge des Neubaus des BTV Stadtforums wurde die denkmalgeschützte ehemalige Schule in der Gilmstraße in die Banknutzung integriert. Erdgeschoss und erster Stock wurden für eine Bar bzw. ein Restaurant adaptiert. Subtile Eingriffe an der Fassade öffnen das Lokal zum Stadtraum hin, im Inneren prägen Materialität, Farbklima und Licht die Raumatmosphäre.
Kirchsteig 8, 6020 Innsbruck, A Architektur: riccione architekten (2006-2007)Bauherr:in: IIGTIPP: Spaziergang durch den Schlosspark hinauf zum Schloss Ambras.
Als kubischer Solitär mit prägnant und differenziert strukturierten Fassaden in Sichtbeton, Lärchenholz und Glas präsentiert sich der Erweiterungsbau der Volksschule Amras. Der in seiner Maßstäblichkeit an der kleinteiligen Struktur des Stadtteils orientierte Baukörper relativiert die Kubatur des Bestandsgebäudes und schafft im dörflich geprägten Stadtteil Amras ein neues Zentrum.
Eugenpromenade 2, 6080 Igls, A Architektur: Albert Weber, Kurt Rumplmayr (2006-2007)Bauherr:in: Congress und Messe InnsbruckÖffentlich zugänglich: Café "TransBARent" Mi bis So 13-20 Uhr (Sommer) bzw. 11-17 Uhr (Winter)Erreichbarkeit: von Igls aus Richtung Patsch, Buslinie J
Das zur Gemeinde Innsbruck gehörige "Dorf" Igls am Fuß des Patscherkofels ist eines der Naherholungsgebiete der Stadt. Mitten im Kurpark liegt das vom Congress Innsbruck gemanagte Kongresszentrum. Dem Konzept eines großen Gartenpavillons folgend setzten die Architekten keinen Baukörper im eigentlichen Sinn in den Park, sondern eine transparente Klimahülle unter einem rundum auskragenden Dach. Neben der Kongress-Infrastruktur gibt es ein öffentliches Café-Restaurant mit Terrasse.
Mariatal 15, 6233 Kramsach, A Architektur: Marte.Marte Architekten (2005-2007)Bauherr:in: Land Tirol
Die historischen Gebäude des Schulkomplexes Mariatal bilden eine klosterähnliche, in sich geschlossene Gesamtanlage. Die Erweiterung und Adaptierung von Marte.Marte Architekten denkt innerhalb dieses Ensembles die räumlichen Qualitäten städtebaulich weiter. Das Internat führt die westliche Randbebauung fort und schließt die Anlage zur Straße hin ab, der Innenhof wird durch das denkmalgeschützte Haupthaus und einen neuen Solitärbaukörper bestimmt.
Hunoldstraße 17a, 6020 Innsbruck, A Architektur: obermoser arch-omo, Schlögl & Süß Architekten (2005-2007)Bauherr:in: IIGDie ILL wurde mit dem BTV-Bauherrenpreis für Tirol 2007 und einer Anerkennung des Landes Tirol für Neues Bauen 2008 ausgezeichnet.
In der Integrierten Landesleitstelle Tirol werden alle Notrufe Tirols zentral empfangen und die darauf folgenden Hilfseinsätze koordiniert – eine Funktion, deren Bedeutung die Bauform unterstreichen möchte. Vier Betonscheiben und ein Treppenhauskern tragen einen über eine beeindruckende Spannweite auskragenden, schwebenden Gebäuderiegel, der als Brücke den Einsatzfahrzeugen ungehinderte Passage zu den dahinter liegenden Garagen ermöglicht und einen gedeckten Außenbereich bietet.
Dornauberg 110, 6295 Ginzling, A Architektur: Hermann Kaufmann (2006-2007)Bauherr:in: Deutscher AlpenvereinÖffentlich zugänglich: SommerbetriebErreichbarkeit: von Mayrhofen Richtung Gitzling zum Schlegeisspeicher (mautpflichtige Straße), vom Stausee aus zwei Aufstiegsmöglichkeiten (ca. 600 Hm)TIPP: Ausgangspunkt für viele Bergtouren, Übernachtungsmöglichkeit
Die auf knapp 2.400 Höhe mitten in den Zillertaler Alpen errichtete Olpererhütte ist eine bewusst spartanische Antwort auf die einzigartige, exponierte Lage. Oberstes Ziel beim Neubau war es, ein möglichst einfaches, der hochalpinen Lage und der Funktion als Schutzhütte angemessenes Gebäude zu entwickeln. Ein Refugium für Wanderer und Bergsteiger, das als "Low-Tech"-Gebäude Innovation in der Reduktion sucht.
Mutterbergalm, 6167 Neustift im Stubaital, A Architektur: ao-architekten (2006-2007)Bauherr:in: Wintersport Tirol, Stubaier Bergbahnen KGErreichbarkeit: Linie "Regio Stubai" vom Hauptbahnhof InnsbruckTIPP: Mit den Bahnen hinauf auf das Schaufeljoch zum Bergrestaurant "Jochdohle" und zur Gipfelplattform "TOP OF TYROL"
Mit dem Gletscherterminal erhielten die bestehenden Gebäude der Talstation der Stubaier Gletscherbahnen eine neue Erschließungsfläche. Der Zubau verbindet die heterogenen Bestandsbauten und lässt die Talstationen der Einseil- und Zweiseilumlaufbahn erstmals als eine Einheit erscheinen. Gestaltgebendes Element ist das in einer Kurve geführte, begrünte Dach, darunter ummantelt eine transparente Hülle den Erschließungsbereich der Bahnen.
Bergstation Rifflseebahn, 6481 St. Leonhard / Pitztal, A Architektur: reitter_architekten (2007)Bauherr:in: Pitztaler GletscherbahnÖffentlich zugänglich: während der Betriebszeiten der RifflseebahnErreichbarkeit: direkt an der Bergstation der Rifflseebahn
Mit der "Sunna Alm" im Skigebiet Rifflsee/Pitztaler Gletscher entstand 2007 erstmals in Europa auf 2.300 m Seehöhe ein Passivhaus. Holz und Glas prägen innen und außen den Baukörper des Bergrestaurants, an dem sich moderne Touristik mit traditionellem Bergerleben verbindet, ohne dabei in peinliche Klischees des "Urigen" abzugleiten. Die Außenhaut wurde in bewusster Referenz auf die von Josef Lackner errichtete Talstation der Rifflseebahn in Lärchenholzschindeln ausgeführt.
Hintermarkt 4, 9971 Matrei, A Architektur: Madritsch Pfurtscheller (2007)Bauherr:in: Katharina HradeckyDie Erweiterung wurde beim BTV Bauherrenpreis für Tirol und Vorarlberg 2010 mit einer Anerkennung ausgezeichnet.
Mitten im Ortskern von Matrei befindet sich das historisch gewachsene Hotel Hinteregger. Für den Um- und Zubau des Nord-Osttrakts verwendeten die Architekten einen ehemaligen Kinosaal als tragende Struktur. Die ehemalige Außenmauer wurde mit Lehm verputzt und als Heizwand in den Erweiterungsbau integriert, dem eine Loggiaebene in Holzkonstruktion vorgeschaltet ist. Im ersten Obergeschoss wurde eine Wellnesszone eingerichtet, die sich vollflächig verglast zum Garten öffnet.
Fernpass Straße 71-72, 6633 Biberwier, A Architektur: Baumschlager Eberle (2006-2007)Bauherr:in: T1Erreichbarkeit: direkt an der Fernpass Bundesstraße, am Fuß der Marienbergbahn
Am Rand des Ortskerns, unmittelbar neben der Marienbergbahn, befindet sich das frühere CUBE Biberwier und nun als McTirol geführte Hotel, dessen Konzept auf sportlich aktive Urlauber abgestimmt ist und Design als Lifestyle-Element einsetzt. Der von außen schlichte Kubus birgt in seinem Inneren eine offene Raumgestaltung mit Rampen und großzügigen öffentlichen Zonen für das Hotelleben, das sich vor allem außerhalb der Zimmer abspielt.
Mit den vier Stationen und der Schrägseilbrücke entlang der neuen Hungerburgbahntrasse realisierte Zaha Hadid nach der Bergisel Sprungschanze ihr zweites Projekt in Innsbruck. Der formalen Grundidee von "Schale & Schatten" folgend wölben sich organisch geformte Glas-Dachschalen über Sichtbetonlandschaften, spannen im Zusammenspiel den Raum der Stationen auf und inszenieren einer Dramaturgie der Bewegung folgend die jeweiligen Orte.
Adele-Obermayr-Straße 2-12, Josef-Thomann Straße 1-5, 6020 Innsbruck, A Architektur: Architekturhalle Wulz-König (2006-2007)Bauherr:in: Neue Heimat Tirol, ZIMAÖffentlich zugänglich: teilweise (halböffentliche Höfe)
Der von Architekturhalle Wulz-König realisierte Bauteil 4 ist eine als aus dem natürlichen Gefälle des Baugeländes entwickelte Neuinterpretation der Blockrandbebauung. Die im Westen ins Gefälle eingeschnittene Sockelzone ist entsprechend der Geländeneigung nach Nordosten geöffnet. Die fünf bis sieben über dem Sockel liegenden Wohngeschosse sind deutlich vom Straßenraum abgehoben. An zwei Stellen durchbrechen breite Einschnitte die Blockrandbebauung und ermöglichen seitliche Ausblicke nach Süden und Westen.
Adele Obermayer Straße 14, 6020 Innsbruck, A Architektur: Noldin & Noldin (2006-2007)Bauherr:in: stadtBAUÖffentlich zugänglich: teilweiseDas Wohnheim wurde beim BTV-Bauherrenpreis für Tirol und Vorarlberg 2010 mit einer Anerkennung ausgezeichnet.
An zentraler Stelle des inneren Stadterweiterungsgebietes "Am Tivoli" befindet sich das Senioren-Wohnheim. Die Wohngeschosse sind rund um einen Innenhof angeordnet und auf ein zurückspringendes Sockelgeschoss aufgesetzt, in dem die öffentlichen Einrichtungen untergebracht sind. Die klare Architektursprache des kubischen Baukörpers vermittelt trotz Kompaktheit und erforderlicher, kleinteiliger Struktur ein großzügiges Raumgefühl.
Museumstraße 38, 6020 Innsbruck, A Architektur: ATP architekten ingenieure (2006-2007)Bauherr:in: ISP Leasing GmbHÖffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten
Der "Sillpark" ist Innsbrucks größtes innerstädtisches Einkaufszentrum, das in den späten 1980er Jahren von ATP auf dem Areal der ehemaligen Textilfabrik Rhomberg errichtet wurde. Die aus einem Wettbewerb hervorgegangene Erweiterung ergänzt den postmodernistischen Bestand um einen viergeschossigen monolithischen Annex und einen neu gestalteten, der Innenstadt zugewandten Platzraum. Im Gebäudeinneren wird ein über zwei Geschosse offener Innenraum von einem Dach aus teilweise bedruckten, teilweise satinierten Gläsern überspannt, das eine abwechslungsreiche Tageslichtsituation in die Mall bringt.
6410 Telfs, A Architektur: Architekturhalle Wulz-König (2006-2007)Bauherr:in: Gemeinde TelfsÖffentlich zugänglich: jaErreichbarkeit: Mehrere Straßenzüge entlang der Obermarkt- bzw. Untermarktstraße
Ziel der Neugestaltung war es, den vorher stark vom Verkehr geprägten Ortskern in einen öffentlich nutzbaren Raum mit Aufenthaltsqualitäten zu verwandeln. Durch die Reduktion der Straßenbreite wurde Raum für breitere Gehsteige und platzartige Erweiterungen geschaffen, die mit Granitplatten in unterschiedlichen Größen ausgelegt wurden. Info-Points, Brunnen, Bänke, Baumreihen und Beete gliedern den Straßenraum, ein Lichtkonzept sorgt dafür, dass die verschiedenen Bereiche je nach ihrer Wertigkeit mehr oder weniger hell beleuchtet sind.
Sillian 86a, 9920 Sillian, A Architektur: Machné Architekten (2007)Bauherr:in: TIGEWOSI, Gemeinde SillianÖffentlich zugänglich: teilweise
Das auf einem Bauplatz gegenüber dem Marktgemeindeamt errichtete Kulturzentrum besteht aus einem monolithischen, formal eigenständigen Baukörper, der in der heterogen bebauten Gemeinde einen Identifikationspunkt bildet. Über einem durchlässigen Sockelgeschoß sitzt ein auskragendes, geschlossenes Obergeschoss mit multifunktionalem Veranstaltungssaal, das so geformt ist, dass die große Kubatur von der Straße her nicht in voller Höhe in Erscheinung tritt.
Römerstraße 18, 6230 Brixlegg, A Architektur: Raimund Rainer (2006-2007)Bauherr:in: Brixlegg Immobilien GmbHDie Schule wurde 2007 beim 5. BTV Bauherrenpreis für Tirol ausgezeichnet.
Ausgehend von städtebaulichen Überlegungen wurde der Neubau der Hauptschule so konzipiert, dass gemeinsam mit dem bestehenden Polytechnikum und Kindergarten ein zusammenhängendes Quartier mit einem großzügigen Platz entstand. Im Inneren präsentiert sich die als Passivhaus ausgeführte Schule lichtdurchflutet. Die zentrale Halle der Schule öffnet sich in einen von oben belichteten Luftraum, um den ein offenes Stiegenhaus mit der Erschließung der einzelnen Klassen- und Gruppenräume führt.
Bezirksstelle Kufstein der Wirtschaftskammer Tirol
Salurnerstraße 7, 6330 Kufstein, A Architektur: FUCHSUNDPEER (2006-2007)Bauherr:in: Wirtschaftskammer Tirol – ImmobilienÖffentlich zugänglich: teilweise
Im Zuge einer notwendig gewordenen Sanierung wurde das Gebäude der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Kufstein neu strukturiert und aufgestockt. Das Erdgeschoss wurde entkernt und zum Vorplatz geöffnet, die Aufstockung mit dem bestehenden Obergeschoss zu einem zweigeschossigen, kompakten und über dem Erdgeschoss schwebenden Baukörper zusammengefasst.
Maria-Theresien- Straße 11, 6020 Innsbruck, A Architektur: Rainer Köberl (2006-2007)Bauherr:in: Brunhilde Fröschl, Dil GhamalÖffentlich zugänglich: tgl. von 12-14.30 Uhr, 17.30-23 UhrErreichbarkeit: im ersten Obergeschoss oberhalb der "Nordsee"TIPP: Im Erker Sushi genießen
Ein ehemaliges Büro im ersten Stock eines denkmalgeschützten Hauses wurde in ein Speiselokal verwandelt, in dem die optische und akustische Teilhabe am Straßenraum zwanglos mit der atmosphärischen Konzentration auf die Produkte der Küche verschmilzt. Die maximale Öffnung der Fassade mit einem im öffentlichen Raum präsenten Erker verbinden die Straße mit dem Innenraum, der mit unterschiedlichen Holzarten und schwarzen Platten ausgekleidet ist.
Mit den vier Stationen und der Schrägseilbrücke entlang der neuen Hungerburgbahntrasse realisierte Zaha Hadid nach der Bergisel Sprungschanze ihr zweites Projekt in Innsbruck. Der formalen Grundidee von "Schale & Schatten" folgend wölben sich organisch geformte Glas-Dachschalen über Sichtbetonlandschaften, spannen im Zusammenspiel den Raum der Stationen auf und inszenieren einer Dramaturgie der Bewegung folgend die jeweiligen Orte.
Stainerstraße 3, 6020 Innsbruck, A Architektur: Giner + Wucherer (2006)Bauherr:in: krischan panoptikumÖffentlich zugänglich: Mo bis Fr 9-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr (Geschäftsöffnungszeiten)
Für ein Optikunternehmen wurden Portal und Geschäftsräumlichkeiten eines denkmalgeschützten Gebäudes adaptiert. Der lang gestreckte Hauptraum mit barockem Gewölbe wurde weitgehend auf den originalen Zustand rückgebaut. Ein mit rotem Wollfilzteppich tapeziertes Raummöbel und ein mit grünem Kautschuk überzogenes Verkaufs- und Werkstattpult stehen frei im Raum und kontrastieren mit dem historischen Mauerwerk.
Schulhausplatz 1, Landeck, A Architektur: ostertag ARCHITECTS (2005-2006)Bauherr:in: Stadtgemeinde LandeckÖffentlich zugänglich: teilweise
Mit dem neu errichteten Solitär des Musikschulgebäudes, der Revitalisierung des benachbarten "Klösterles" sowie einer unterirdischen Verbindungsspange entstand an städtebaulich prominenter Lage eine zusammenhängende architektonische Struktur, die drei angrenzende Plätze zu einem neuen Stadtzentrum verbindet. Der Neubau öffnet sich zum Marktplatz hin mit einer Glasfassade, eine semitransparente Schicht kupferner Streckmetalle fungiert als Sonnen- und Sichtschutz.
Schmiedsegg 661, 6555 Kappl, A Architektur: VENTIRAARCHITEKTEN (2006)Bauherr:in: Familie JuenErreichbarkeit: Beim Ortszentrum Kappl (Kirche) rechts abbiegen und ca. 250 m der Straße folgen.
Die kleine Ferienwohnanlage "Aradira" - der Name stammt aus dem Rätoromanischen - besteht aus vier Appartementvillen, die terrassenförmig dem Hang entlang angeordnet sind. Jeder der Einheiten wird ein Maximum an Privatheit geboten, eine kleine Sauna- und Wellnessanlage steht den Gästen gemeinschaftlich zur Verfügung.
Dorfbahnstraße 58, 6534 Serfaus, A Architektur: Bettina Platter (2006)
Mitten im Ortszentrum von Serfaus liegt das großzügig angelegte Ferienhaus Arche. Über einem Sockelgeschoss, in dem sich neben den Wohnbereichen des Ferienhauses auch eine autarke Einliegerwohnung befindet, kragt eine Holzbox mit vier großzügigen Schlafräumen aus. Leicht verdreht dazu ist ein Dachgeschoss aufgesetzt, das dem Gast einen großen Wellnessbereich inkl. Atrium und Ruheraum mit Blick auf den Himmel bietet.
Mit den Pezid-Apartments in Serfaus entstand ein Paradebeispiel für die intelligente Umstrukturierung einer baulichen "Altlast" aus der Nachkriegszeit. Die alte, kaum genutzte Balkonfront wurde in eine vielfältig bespielbare Raumschicht mit Loggias und in den Innenraum integrierten "Liege-Sitz-Erkern" verwandelt. 2007 wurde diese Transformation in eine "moderne Berghotel-Raumbühne" mit dem BTV Bauherrenpreis für Tirol ausgezeichnet.
An-der-Lan-Straße 42, 6020 Innsbruck, A Architektur: Froetscher Lichtenwagner (2003-2006)Bauherr:in: IIGTIPP: MPREIS-Supermarkt mit Café
Das aus einem Europan-Wettbewerb hervorgegangene Stadtteilzentrum im "Olympischen Dorf" gilt als Musterbeispiel einer Nachverdichtung, die neue Inhalte und Bedeutungen in ein bestehendes Viertel einführt. Ein abgewinkelter Baukörper mit Geschäftsflächen und öffentlichen Einrichtungen und ein 16-stöckiger Wohnturm umfassen den locker möblierten Platz und bieten in ihrer Nutzungsvielfalt eine vitale Plattform für alltägliches Leben in diesem Stadtteil.
Rathausplatz 1, 6063 Rum, A Architektur: Richard Freisinger, Hans Peter Gruber (2005-2006)Bauherr:in: Immobilien RumTIPP: Café FORUM (tägl. 9.30-19 Uhr)
Das Veranstaltungszentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Kirche, Gemeindeamt und Friedhof der Marktgemeinde Rum. In Rücksichtnahme auf den dörflichen Charakter fügt sich der aus ein- und zweigeschossigen Gebäuden bestehende Komplex maßstäblich in die Umgebung ein. Gemeinsam mit dem sanierten, alten Gemeindehaus und einer überdachten Tribüne gruppieren sich die Bauteile um einen neu gestalteten Platz.
Kandaharweg 9, 6580 St. Anton am Arlberg, A Architektur: driendl*architects (2006)Bauherr:in: Arlberger Bergbahnen AGÖffentlich zugänglich: während der BetriebszeitenDie Talstation wurde 2009 beim ISR Architektur Award prämiert.
Die Talstation der Galzigbahn präsentiert sich in einer eigenwilligen, auf den ersten Blick künstlich anmutenden Gestalt. Der Glas-Stahl-Beton-Bau ist allerdings keine architektonische Selbstinszenierung, sondern eine unmittelbar aus der innovativen Seilbahntechnik entwickelte Form. Über massiven Betonflügelwänden erhebt sich ein geschwungener Baukörper mit gläserner Haube, der den Bewegungsablauf der Bahn nachzeichnet und das technische Innenleben sichtbar macht.
St. Christoph 10, 6580 St. Christoph, A Architektur: Geri Blasisker (2006)Bauherr:in: Austria Ski Sportanlagen
Die früher als Bundessportheim bekannte Ski-Akademie des ÖSV wurde um einen Neubau erweitert, der auf sechs Ebenen alle für den Betrieb einer Ski-Ausbildungsstätte notwendigen Einrichtungen enthält – vom Seminarsaal im 2. Untergeschoss bis zum Sauna- und Wellnessbereich am Dach. Die eigenständige Großform des kristallin geformten Bauköpers versucht dem Ort gerecht zu werden, ohne sich allzu sehr der tradierten alpinen Formensprache zu bedienen.
Ahornstraße 878, 6290 Mayrhofen, A Architektur: M9 ARCHITEKTEN Senfter Lanzinger (2005-2006)Bauherr:in: Mayrhofner Bergbahnen AGÖffentlich zugänglich: während der BetriebszeitenTIPP: Panoramarundweg von der Bergstation u. a. zum Ahornsee
Die Berg- und Talstation der Ahornbahn in Mayrhofen im Zillertal unterscheiden sich durch den präzisen Umgang mit Ort und Landschaft von vielen zeitgenössischen Liftanlagen. Nicht der hochkomplexe technologische "Inhalt" - eine Pendelbahn, die allein durch ihre technischen Ausmaße sehr hohe Aufbauten bedingt - steht im Vordergrund, sondern der konstruktive Dialog der Stationshochbauten mit der jeweiligen Umgebung.
Olympiastraße, 6020 Innsbruck, A Architektur: Anton Widauer (2005-2006)Bauherr:in: Land Tirol, Stadt Innsbruck
Die neben der vierspurigen "Olympiabrücke" verlaufende Fuß- und Radwegbrücke überspannt als 4-feldrige Stahlverbundkonstruktion 250 Meter weit die Gleisanlagen des Innsbrucker Hauptbahnhofs und den Sillfluss. Den Autoverkehr ausblendend biegt sich ein 300 Meter langer Brüstungsträger als dynamisch ausgeformtes Trennelement von Osten nach Westen. Im Osten löst sich ein großmaßstäblicher Sichtbetonträger vom Terrain und zeigt den Stiegenabgang an.
Dorfstraße 35, 6176 Völs, A Architektur: Peter Pozzo, Anton Widauer (2004-2006)Bauherr:in: Marktgemeinde VölsÖffentlich zugänglich: teilweise
In unmittelbarer Nähe des bestehenden Gemeindeamts wurde ein zweites, barrierefreies Verwaltungsgebäude für die Gemeinde errichtet. Das heterogene, dörflich strukturierte Umfeld und der steil ansteigende Hang des Blasiusberges bestimmten Maßstab, Form und Materialität des Neubaus. Wie aus dem Hang wachsend schiebt sich ein Dach aus Cortenstahl über den ansonsten sehr transparent gehaltenen Baukörper.
Ködnitz 15, 9981 Kals am Großglockner, A Architektur: Schneider & Lengauer (2004-2006)Bauherr:in: Gemeinde KalsÖffentlich zugänglich: teilweiseTIPP: Ebenfalls sehenswert ist die zeitgleich von Schneider & Lengauer durchgeführte Renovierung des um 1480 von den Görzer Grafen errichteten Widums.
Wie das einige Jahre früher von denselben Architekten geplante Glocknerhaus tritt auch das Gemeindezentrum in Dialog mit den topografischen Gegebenheiten und dem von Pfarrkirche und spätgotischem Widum geprägten Ortsteil Ködnitz. Der viergeschossige, kompakte Baukörper mit flachen Dächern und horizontalen Linien nimmt eine sehr gelassene Beziehung zum Bestand auf, ohne diesen in seiner Singularität zu beeinträchtigen.
Erlerstraße 10, 6020 Innsbruck, A Architektur: Heinz Tesar, obermoser arch-omo (2004-2006)Bauherr:in: BTVÖffentlich zugänglich: Mo bis Fr 7.45-16 Uhr (Banköffnungszeiten)TIPP: FO.KU.S – Foto Kunst Stadtforum, Ausstellungen zu aktueller Fotografie und Kunst
Mitten in der Innenstadt ist das BTV Stadtforum die Verwaltungszentrale der Bank mit Büros, einem großzügigen Kundenzentrum und einem öffentlichen Veranstaltungssaal sowie einem Ausstellungsbereich für moderne Fotografie und Kunst. Die plastische Komposition reagiert auf die vorhandene Blockrandstruktur und mündet in eine turmartig in Szene gesetzte, markante Ecklösung. Kernstück im Inneren: die vertikal aufstrebende, monumentale Halle.
Nordkettenbahn – Umbau Stationen Hungerburg, Seegrube und Hafelekar
Höhenstraße 145 (Talstation Hungerburg), 6020 Innsbruck, A Architektur: Schlögl & Süß Architekten (2006)Bauherr:in: INKBTIPP: Freitags Abendfahrten auf die Seegrube von 18-23.30 Uhr
Die in den 1920er Jahren von Franz Baumann errichteten Stationen der Nordkettenbahn zählen zu den bedeutenden, aus dieser Zeit erhaltenen Bauwerken der Moderne in Tirol. Im Zuge der Modernisierung der Bahn war eine funktionelle und räumliche Adaption der Stationen unumgänglich. Sämtliche transformatorischen Eingriffe folgten dabei dem Grundkonzept, Ergänzungen bewusst als solche zu zeigen und den Altbestand in den wesentlichen Teilen konsequent auf den Ursprungszustand rückzubauen.
Heiliggeiststraße 7-9, 6020 Innsbruck, A Architektur: fpa frank und probst architekten, Walter Schwetz Architekt (2003-2005)Bauherr:in: L2 Errichtungs- und VermietungsgesmbHÖffentlich zugänglich: teilweiseTIPP: Café-Restaurant Landhaus 2 mit Terrasse
Der Abbruch der Werkstätten hinter dem Verwaltungsbau der Innsbrucker Kommunalbetriebe eröffnete dem Land Tirol die Möglichkeit, vorher verstreute Dienststellen zentral zusammenzufassen. Gleichzeitig wurden neue öffentliche Raum- und Wegverbindungen am Übergang vom Südrand der Innenstadt in den Stadtteil Wilten geschaffen. Die Bürogeschosse gruppieren sich um drei bepflanzte, glasgedeckte Innenhöfe, ein Atrium als Haupteingang und zwei passagenartige Eingänge erschließen den Gebäudekomplex.
Angerzellgasse 12, 6020 Innsbruck, A Architektur: Thomas Schnizer, Gerald Prenner (2003-2005)Bauherr:in: BIGDer Park ist öffentlich zugänglich, an ihn grenzen auch die Alte Universität und das Jesuitenkolleg.
Mitten im Stadtzentrum befindet sich mit dem ehemaligen botanischen Garten ein parkartiges Areal mit altem Baumbestand. Indem der durchlässige Baukörper der "Volksschule Innere Stadt" entlang der Angerzellgasse angeordnet wurde und die – vom angrenzenden Gymnasium mitgenutzten – drei Turnhallen unter die Erde verlegt wurden, konnte der Park als gemeinsamer ruhiger Grünraum erhalten werden.
Pardatschgrat, 6561 Ischgl, A Architektur: Jäger Architektur (2004-2005)Bauherr:in: Silvretta Seilbahn AG IschglÖffentlich zugänglich: nur während der Wintersaison geöffnetErreichbarkeit: von Ischgl aus mit der Pardatschgratbahn (ca. 15 min.)
Das Panoramarestaurant mit Kongresszentrum auf dem 2.620 m hohen Pardatschgrat im Skigebiet Ischgl zeichnet sich durch die Verwendung schlichter Formen und Materialien aus. Besondere Herausforderung bei der Errichtung der beiden Baukörper war es, eine technologische Lösung zu finden, mittels der die durch Frost-Tauwechsel ausgelösten Hebungen und Senkungen des Untergrundes ausgeglichen werden können.
Sparkassenplatz 5, 6020 Innsbruck, A Architektur: Johannes Wiesflecker (2004-2005)Bauherr:in: Tiroler SparkasseÖffentlich zugänglich: teilweise (wohn2Center im Erdgeschoss)
Mit dem Bürohaus in der nordwestlichen Ecke des Sparkassenplatzes realisierte Johannes Wiesflecker ein weiteres Gebäude für die am Platz liegende Zentrale der Innsbrucker Sparkasse. Die Fassade des angrenzenden Bestandbaus wurde im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Sparkassenplatzes vom Landschaftsarchitekten Rainer Schmidt als "grüne Wand" gestaltet.
Sterzingerstraße 1, 6020 Innsbruck, A Architektur: Manzl Ritsch Sandner (2004-2005)Bauherr:in: Raiffeisen EvolutionZwischen Bahnhof und Hotel die ÖBB-Betriebsführungszentrale "Office Terminal Innsbruck", geplant von Riegler & Riewe und Manzl, Ritsch, Sandner.
An der südlichen Ecke des Südtiroler Platzes befindet sich der Innsbrucker Busbahnhof. Indem der in seinen Proportionen als Pendant zur versunkenen Lichthülle des Bahnhofs formulierte Baukörper des Hotel vom Boden abgehoben ist, konnte ein gedeckter Bereich für den Busterminal geschaffen werden.
Nauders 257, 6543 Nauders, A Architektur: Fügenschuh Hrdlovics Architekten (2005)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: während der GeschäftsöffnungszeitenTIPP: Sehenswert in und um Nauders: das Schloss Naudersberg, die Festung Nauders und die Grenzfeste Altfinstermünz/Sigmundseck
Etwas zurückgesetzt von der Reschenpass-Straße beschreibt der MPREIS-Supermarkt entlang eines sanften Hangrückens einen Bogen zum benachbarten Schlossberg. Im Inneren bietet ein hoher, zweiseitig belichteter Hauptraum mit sichtbarer Holzkonstruktion Platz für die Warenregale. Für die tageslichtempfindliche Frischware wurde ein niedrigerer, geschlossener Bauteil als introvertiertes Rückgrat in den Hang eingebettet.
Steinberg am Rofan 30, 6215 Steinberg am Rofan, A Architektur: Heinz & Mathoi & Streli (2004-2005)Bauherr:in: Elfriede GasserErreichbarkeit: von Jenbach über die Achensee-Bundesstraße B181 nach Achenkirch und von dort weiter nach Steinberg am RofanTIPP: Im Restaurant mit Sonnenterrasse sind auch Tagesgäste willkommen.
Das Hotel Windegg wurde Ende der 1980er Jahre von Architekt Hans Peter Petri in einer zeitgemäßen und landschaftsbezogenen Architektursprache umgebaut und erweitert. Nach einem Betreiberwechsel wurde das Hotel erneut transformiert, wobei der Bettentrakt und der markante Treppenturm erhalten blieben. Direkt im Anschluss errichteten Heinz-Mathoi-Streli einen dreigeschossigen Neubau, der sich mit seiner senkrecht strukturierten Lärchenholz-Fassade klar vom weißen Bestandsbau absetzt.
Audorferstraße 20, 6342 Niederndorf, A Architektur: LORENZATELIERS (2005)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten
Das charakteristische Merkmal dieses Lebensmittelmarktes sind Baumstämme, die dem kubischen Glasbaukörper rundum vorgestellt sind. Die in unregelmäßigen Abständen gesetzten, entrindeten und unbehandelten Fichtenstämme gestalten einen einheitlichen Baukörper, bilden einen funktionellen Filter vor der raumhohen Fixverglasung, definieren geschützte Außenbereiche und Zwischenräume und lassen im Inneren spannende Licht- und Schattenspiele entstehen.
Anichstraße 8, 6020 Innsbruck, A Architektur: Dominique Perrault, Rolf Reichert (2002-2004)Bauherr:in: Rathauspassage GmbH, Hans RubatscherÖffentlich zugänglich: Passage im Erdgeschoss: So bis Do 7-24 Uhr, Fr bis Sa, 7-02 UhrOrdination Grubwieser im 2. Stock (Architektur: Rainer Köberl)
Direkt im Anschluss an die Rathausgalerien wurde in der Anichstraße ein, ebenfalls von Perrault geplantes, privates Wohn- und Bürohaus errichtet, das gleichzeitig mit einer Passage im Erdgeschoss als südlicher Rathauszugang fungiert. Der dunkel gestreifte Turm mit einem fast zwanzig Meter hohen, goldenen Metallvorhang präsentiert sich als markantes Portal zu den Rathausgalerien, das in der Maria-Theresien-Straße aus denkmalplegerischen Gründen nicht verwirklicht werden konnte.
Maria-Theresien-Straße 3, 6020 Innsbruck, A Architektur: Rainer Köberl (2004)Bauherr:in: Hansjörg Kuen, Siegfried SpöglerÖffentlich zugänglich: Mo bis Sa 8-20 Uhr, So 10-20 Uhr
In einem denkmalgeschützten Haus aus dem 15. Jahrhundert befindet sich mit dem "MANNA" ein Kaffeehaus mit einer großstädtischen Atmosphäre. Eine komplexe Raumfolge erschließt den schmalen, teilweise zweigeschossigen Gastraum, dessen Materialisierung – viel Eichenholz und schwarzes Glas – mit der denkmalgeschützten Substanz kontrastiert.
Schulhausplatz 11, 6500 Landeck, A Architektur: gharakhanzadeh sandbichler architekten (2004)Bauherr:in: Stadtamt LandeckÖffentlich zugänglich: teilweiseDas Projekt war Teil der Forschungsarbeit der Architekten über die "Revitalisierung mit Synergie aktivierenden Modulen (s.a.m)".
Mit Fertigteilen in Holzbauweise wurde ein bautechnisch, funktionell und gestalterisch unzureichendes Bestandsgebäude - ohne Betriebsunterbrechung - saniert und von einem Altenheim in ein Pflegeheim umstrukturiert. Die ohnehin kaum genutzten Balkone des Terrassenbaus wurden abgerissen und die Zimmer mittels boxenartiger Module auf die geforderte Größe erweitert. Die Fassade wurde mit Kupferblechpaneelen verkleidet, bunte Markisen tragen zur optischen Belebung bei.
Lochau 645, 6555 Kappl, A Architektur: Noldin & Noldin (2003-2004)Bauherr:in: Schulverband PaznaunErreichbarkeit: direkt an der Silvretta-Bundesstraße kurz vor LochauDie benachbarte Volksschule wurde 2017 nach Plänen von stoll.wagner+partner errichtet.
Das kompakte Volumen des gemeinsamen Schulzentrums der vier Talgemeinden ist quer zur Talrichtung platziert und in seiner Horizontalität in den Naturraum eingepasst. Nach außen reagiert der Baukörper auf die rauen klimatischen Bedingungen des Ortes, im Inneren öffnen sich helle Räume, die in Farbe und Materialisierung auf die unterschiedlichen Nutzungen abgestimmt sind. Die Dreifachturnhalle wurde halb eingegraben, das Dach ist als Pausen- und Freifläche nutzbar.
Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck, A Architektur: Rainer Köberl (2004)Bauherr:in: Markus Hatzer, Thomas WiederinTIPP: Am Abend finden regelmäßig Lesungen und Buchpräsentationen statt.
Ganz in schwarz präsentiert sich die von Rainer Köberl gestaltete Buchhandlung am Innsbrucker Sparkassenplatz. Zwei große Schaufenster leiten den Blick ins Innere und bieten vor und hinter der Glasebene Präsentationsflächen für Bücher. Boden, Decke, Wände und Mobiliar sind in schwarz gehalten, dem Verkaufsartikel Buch wird damit die Hauptrolle überlassen.
Meinhardstraße 3, 6020 Innsbruck, A Architektur: Schlögl & Süß Architekten (2004)Bauherr:in: Familie IsserÖffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten
In einem heterogenen architektonischen Bestand bietet das Brillengeschäft Isser einen optischen Ruhepol. Beinahe ungehindert fällt der Blick des Vorbeigehenden in den Schau- und Verkaufsraum, der in seiner puristischen Ästhetik die Aufmerksamkeit auf die zur Schau gestellte Ware richtet.
Südtiroler Platz 2, 6020 Innsbruck, A Architektur: Riegler Riewe Architekten (2001-2004)Bauherr:in: ÖBBDie beiden Fresken von Max Weiler (1954/55) wurden von der alten in die neue Bahnhofshalle transferiert.
Eine lang gestreckte rote Hülle umgibt den Innsbrucker Hauptbahnhof, dessen Hauptniveau abgesenkt und direkt an eine Tiefgarage angebunden ist. In die große, offene Halle mit umlaufender Galerie sind das Reisezentrum der ÖBB sowie Shops und Gastronomien integriert. Die perforierte Betonstruktur umfasst alle Funktionen und bietet gefilterte Durchblicke von den Bahnsteigen zur Stadt.
Südtiroler Platz, 6020 Innsbruck, A Architektur: Riegler Riewe Architekten (2004)Bauherr:in: ÖBB-Infrastruktur AG, Stadt Innsbruck
Zeitgleich mit dem Neubau des Innsbrucker Hauptbahnhofs wurde der vorgelagerte Südtiroler Platz neu gestaltet. Getrennte Spuren für den öffentlichen und privaten Verkehr und eine direkt an den Bahnhof angebundene Tiefgarage schaffen die notwendige Verkehrsentflechtung. Durch die rote Farbgebung des Asphalts wird der Platz optisch mit dem Bahnhofsgebäude in Beziehung gesetzt.
Südtirolerplatz 3-5, 6020 Innsbruck, A Architektur: Rainer Köberl, Michael Steinlechner (2003-2004)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: tägl. 6-21 UhrErreichbarkeit: im Untergeschoss des Hauptbahnhofs
Für die Lebensmittelmarktkette MPREIS, deren architektonisch prägnante Märkte stets individuell auf den jeweiligen Kontext abgestimmt sind, entstand im tageslichtlosen Untergeschoß der Bahnhofshalle eine "glitzernde Höhle". In der mit schwarzen Glasplatten verkleideten Decke spiegeln sich die im Licht inszenierten Regale und Menschen. Der Verkaufsraum wird zu einem Warentheater, das sich einer eindeutigen Raumbegrenzung entzieht.
Schützenstraße 49, 6020 Innsbruck, A Architektur: Hanno Vogl-Fernheim (2003-2004)Bauherr:in: BTVÖffentlich zugänglich: während der BanköffnungszeitenErreichbarkeit: am östlichen Stadtrand von Innsbruck, Buslinie O
Von einem gelochten Schleier aus Bronze-Streckmetall umhüllt schwebt der im Vergleich zur Nachbarschaft kleine Baukörper der Bankfiliale wie ein Pavillon über den tiefer gelegten Kundenparkplätzen. Mit den vorgelagerten Freiflächen und dem Drive-in-Bankomat lässt diese "Bank-Schatulle" neue Qualitäten im semi-urbanen Kontext entstehen.
Eduard-Wallnöfer-Zentrum 1, 6060 Hall in Tirol, A Architektur: Henke Schreieck Architekten (2003-2004)Bauherr:in: TIVELOPErreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4TIPP: "U.ZWEI cafe.bar" im Universitätsgebäude
Mitten in einem Parkgelände am Rand der Haller Altstadt liegt der Forschungs- und Ausbildungscampus des Eduard-Wallnöfer-Zentrum für medizinische Innovation. In bewusstem Kontrast zur umgebenden Parklandschaft entwickelten die Architekten einen abstrakten, gläsernen Kubus, der von geschoßhohen Sonnenschutzlamellen aus gekantetem Lochblech geprägt ist. Eine zweigeschossige Aula definiert das Zentrum des als Atriumhaus ausgebildeten Gebäudes, in dem eine Privatuniversität und weitere Bildungseinrichtungen untergebracht sind.
Eduard-Wallnöfer-Zentrum 2, 6060 Hall in Tirol, A Architektur: Henke Schreieck Architekten (2003-2004)Bauherr:in: TIVELOPErreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4Dem städtebaulichen Grundkonzept folgend, soll mit einem dritten Baukörper an der Milserstraße die Lücke zwischen der Altstadt und dem östlichen Siedlungsgebiet in loser Form geschlossen werden.
Am Campus des EWZ befindet sich mit dem "Campus-Hotel" ein hochwertig ausgestattetes Studentenheim mit integriertem Kindergarten. Wie das Universitätsgebäude ist auch das Studentenheim als Atriumhaus konzipiert. Rund um einen offenen Innenraum gruppieren sich Gemeinschaftsräume mit großzügigen Freiterrassen – die Zimmer öffnen sich zum Parkgelände.
Marktstraße 24, 6580 St. Anton am Arlberg, A Architektur: AllesWirdGut (2003-2004)Bauherr:in: Pfarramt St. Anton
Für die Pfarre von St. Anton errichteten AllesWirdGut ein Kirchenzentrum mit Wohnräumen für den Geistlichen und seine Gäste, Pfarrkanzlei, einem Freizeitraum für die ortsansässigen Jugendlichen und Schlafstätten für die Pilger, die auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela hier Rast machen. Den nach Süden abfallenden Hang und das räumliche Potential eines steilen Satteldachs nutzend, konnten alle Funktionen in einem kompakten, viergeschossigen Gebäude untergebracht werden.
Auweg 10, 6580 St. Anton am Arlberg, A Architektur: AllesWirdGut (2003-2004)Bauherr:in: Gemeinde St. AntonDer Kindergarten erhielt 2004 eine Anerkennung des Landes Tirol für Neues Bauen.
Der Kindergarten bildet mit dem ebenfalls von AllesWirdGut errichteten Kirchenzentrum eine gestalterische und städtebauliche Einheit. Der Baukörper ist an den nordöstlichen Rand des Grundstücks gesetzt und damit von der viel befahrenen Straße deutlich abgesetzt. Große Fenster und Sheddächer bringen viel Licht in das Innere des Gebäudes, das bis ins Detail kindgerecht gestaltet wurde. 2016 wurde der Kindergarten um einen eingeschoßigen Holzbaukörper für die Kinderkrippe erweitert (Architektur: Karl Gitterle).
Ramsau Nr. 318, 6283 Ramsau im Zillertal, A Architektur: Martin Feiersinger (2002-2004)Bauherr:in: Natalie KröllDas Projekt erhielt 2004 den ZV-Bauherrenpreis sowie die Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen.
Die behutsame Renovierung eines alten Bauernhauses und dessen Erweiterung um einen Neubau mit vier Ferienwohnungen stellt eine Neuinterpretation des Themas "Alt-Neu" dar. Anstelle des alten Stalls wurde ein, den Dimensionen des ursprünglichen Gebäudes entsprechender Massivbau errichtet, der mit den alten Brettern des Stalls verkleidet wurde - ein erfrischender Ansatz, der auf der Verschiebung vom Gewohntem basiert.
Sillian 166, 9920 Sillian, A Architektur: Peter Jungmann (2004)Bauherr:in: Michaela Strieder, Peter LubeleyDer Tourismusbau wurde beim BTV Bauherrenpreis für Tirol 2005 ausgezeichnet.
Eine kleine Familien-Pension in Sillian wurde von Architekt Peter Jungmann transformiert und um einen Zubau erweitert. Das Erdgeschoss des Bestandsbaus wurde als Speisesaal und Kamin-Lobby geöffnet und Richtung Süden um eine Terrasse ergänzt. Der flache Zubau mit acht Hotelzimmern wurde in regionalen Baustoffen ausgeführt und mit einer in Materialien und Details stimmigen Möblierung ausgestattet.
Schulweg 2, 6433 Oetz, A Architektur: Brunner + Sallmann (2002-2004)Bauherr:in: Gemeinde OetzÖffentlich zugänglich: Do bis So 14-18 Uhr (im Sommer auch Mi)Erreichbarkeit: Parkmöglichkeit am Zentrumsparkplatz OetzIm Museum zu sehen: die Sammlung Hans Jäger sowie regelmäßig Sonderausstellungen.
Mit dem "Tuum" besitzt der Ortskern von Oetz einen der ältesten und bedeutendsten Profanbauten im Ötztal, der durch die Generalsanierung und Adaptierung als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Die zurückhaltende Außenraumgestaltung, die Inszenierung der Wegführung und die Gestaltung der für den Museumsbetrieb notwendigen Ergänzungen bilden einen spannungsvollen Dialog mit dem historischen Bestand.
9931 Außervillgraten, A Architektur: Machné & Durig, Machné Architekten, Peter Jungmann (2004)Bauherr:in: Gemeinde AußervillgratenÖffentlich zugänglich: teilweiseErreichbarkeit: Am nordwestlichen Rand des Dorfs, direkt an bzw. über der Landesstraße.
Mit dem "Haus Valgrata" entstand am Dorfrand ein markantes Gebäude, in dem verschiedene kommunale Einrichtungen zusammengeführt wurden. Im Anschluss an das bestehende Feuerwehrhaus mit Kultursaal wurden der Recycling- und Bauhof in einem lang gezogenen Baukörper untergebracht. Sein Dach bildet eine große Aufgangstreppe und mündet in einen neuen Platz, hinter dem sich Foyer und Mehrzwecksaal befinden, die zum Großteil als Überbauung der Landesstraße realisiert wurden.
Lois-Welzenbacher-Platz 1, 6020 Innsbruck, A Architektur: Rainer Köberl, Giner + Wucherer (2003-2004)Bauherr:in: Stadt InnsbruckÖffentlich zugänglich: Di bis Fr 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr, Sa 11-17 Uhr (aut) bzw. auf Anfrage (Archiv für Baukunst)Erreichbarkeit: Nähe Hauptbahnhof an der Südbahnstraße, Eingang im Innenhof
Das Sudhaus der ehemaligen Brauerei "Adambräu" – ein zeichenhafter Industriebau der klassischen Moderne von Lois Welzenbacher – wurde nach der Einstellung des Betriebes unter Denkmalschutz gestellt. Mit sensiblen, fast unsichtbaren Eingriffen wurde das funktionalistische Gebäude in eine pulsierende "Architekturvermittlungs-Maschine" transformiert. In den unteren Geschossen bietet aut. architektur und tirol laufend Ausstellungen und Veranstaltungen zu zeitgenössischer Architektur, in den Obergeschossen ist das Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck untergebracht.
Maria-Theresien-Straße 47, 6020 Innsbruck, A Architektur: Tatanka (2003-2004)Bauherr:in: Wintersport TirolÖffentlich zugänglich: Mo bis Fr 9-18.30 Uhr, Sa 9-17 UhrTIPP: Der über die Maria-Theresien-Straße ragende Holzbalkon ist vom Geschäft aus frei zugänglich.
Der kubische, von einer transluzenten Außenhaut umgebende Baukörper des Sportfachgeschäfts löste in seiner Andersartigkeit kontroverse Diskussionen aus. Unmittelbar neben dem barocken Taxispalais, gegenüber der Servitenkirche und an den Landhausplatz angrenzend präsentiert sich selbstbewusst ein Bauwerk des 21. Jahrhunderts, das städtebaulich sensibel auf die umgebende Situation reagiert.
Tiroler Straße 16, 6322 Kirchbichl, A Architektur: Moser Kleon Architekten (2004)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten
Ausgehend vom vorgefundenen Grundstück und der städtebaulichen Situation entstand der MPREIS Kirchbichl als organisch geschwungenes Gebäude. Der weitgehend geschlossene Baukörper wird von oben indirekt belichtet, nur der Bereich des Baguette-Cafés ist in einen Rundum-Ausblick geöffnet. Im Inneren prägen die Rundungen der Sichtbetonschale und eine abgehängte Birkensperrholzdecke die Raumatmosphäre.
Krankenhausgasse 16, 6330 Kufstein, A Architektur: riccione architekten (2003-2004)Bauherr:in: Stadtgemeinde KufsteinÖffentlich zugänglich: teilweiseDer Bau erhielt 2004 einen Anerkennungspreis des Landes Tirol für Neues Bauen.
An einer Straßenecke im verbauten Stadtgebiet, derzeit noch an zwei Baulücken angrenzend, errichteten riccione architekten einen Solitär, der zukünftige Anbauten möglich macht. Über einem Sockelgeschoss, in dem neben einem abgesenkten Musiksaal auch das Stadtarchiv und die Stadtbücherei untergebracht sind, befinden sich in den drei optisch abgesetzten Obergeschossen die Lehrräume der Musikschule. Großflächige Verglasungen und pulverbeschichtete Aluminiumpaneele prägen den Baukörper, der trotz Transparenz und Offenheit sämtlichen akustischen Anforderungen entspricht.
Rennweg 2, 6020 Innsbruck, A Architektur: karl+probst (2002-2003)Bauherr:in: Tiroler Landestheater, Landesbaudirektion TirolDer Platzraum vor dem Landestheater wurde von Wich Architekten und terra.nova.landschaftsarchitekten gestaltet.
Nachdem im Tiroler Landestheater lange Jahre Raumbedarf herrschte, wurden die Probe- und Technikräume in einen Anbau ausgelagert. Die vielfältigen Funktionen des Gebäudes sind als Addition unterschiedlicher Raumgefüge nach außen ablesbar, das Konzept der Stapelung verschiedener Anbaueinheiten ist offen für zukünftige Erweiterungen.
Feldkreuzstraße 1, 6063 Rum, A Architektur: reitter_architekten, Michael Pfleger (2003)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-18 UhrErreichbarkeit: An der "Dörferstraße" von Innsbruck nach Hall, Buslinie DE
Unterhalb der "Dörferstraße" zwischen Innsbruck und Hall gelegen, ist der Supermarkt vom Dorf her nur als schwebendes Dach zu erkennen. Das Markt- und Eingangsniveau ist 3 Meter unter das Straßenniveau gelegt, die Baumasse folgt der leichten Straßenkrümmung. Mit einem Café, Terrasse, Kinderspielplatz und integrierten Geschäften entstand ein kommunikativer Treffpunkt für die Gemeinde.
Thurnfeldgasse 1a, 6060 Hall in Tirol, A Architektur: Henke Schreieck Architekten (2002-2003)Bauherr:in: Stadtwerke HallÖffentlich zugänglich: jaErreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4Das angrenzende Kurhaus wurde 1930/31 von Hans Illmer geplant, der Kurpark 2004 von Maria Auböck und János Kárász neu gestaltet.
Neben das Anfang der 1930er Jahre von Lois Welzenbacher errichtete ehemalige Turmhotel Seeber setzten die Architekten einen zweiten, in Form, Materialisierung und Farbgebung kontrastierenden Solitär. Der weiße, kantige und durch Lage und Form der Balkone eine Drehbewegung vermittelnde Bau von Welzenbacher wurde rekonstruiert und tritt in einen spannenden Dialog mit dem konischen, rundum verglasten neuen Turm. Ein Sockelbauwerk verbindet Alt und Neu und beinhaltet die Lobby, ein Café sowie ein Restaurant.
Burg Hasegg 6, 6060 Hall in Tirol, A Architektur: Benedikt Gratl (2003)Öffentlich zugänglich: Di bis So 10-17 Uhr (Sommer) bzw. Di bis Sa 10-17 Uhr (Winter)Erreichbarkeit: von Innsbruck aus mit Buslinie S oder 4TIPP: Im Museum können eigene Erinnerungsmünzen geprägt werden.
Die Burg Hasegg mit dem zwölfkantigen Münzerturm ist das Wahrzeichen der Stadt Hall. In das im Kern auf das 13. Jh. zurückgehende und über die Jahrhunderte gewachsene bauliche Konglomerat wurde durch sensible Eingriffe in den Bestand ein Museum integriert. Besonders sehenswert der alte, zweiläufige "Münzerturm", der sich mittels einer neuen Erschließung - einer skulpturalen Wendeltreppe aus Stahl - selbst ausstellt.
Arlbergstraße 41, 6580 St. Anton am Arlberg, A Architektur: driendl*architects (2003)Bauherr:in: Sabine Kertess, Alexander KertessTIPP: Zwischen Haus und Hang befindet sich eine hoteleigene Kletterwand.
Der steile Südhang an der zum Arlbergpass hinaufführenden Straße galt lange als unbebaubar. Für das "Lux Alpinae" wurde der Hang drei Geschosse tief abgegraben und ein zweigeteilter Baukörper dicht an den Hang gesetzt. Die über Laubengänge erschlossenen Zimmer öffnen sich mit raumhohen Verglasungen und vorgesetzten Balkonen nach Süden. Ein gekrümmtes Schalendach schließt den in Glas, Stahl und Sichtbeton ausgeführten Hotelbau dynamisch ab.
Reichenauerstraße 97, 6020 Innsbruck, A Architektur: driendl*architects (2001-2003)Bauherr:in: Neue Heimat TirolÖffentlich zugänglich: teilweiseDirekt daneben befinden sich eine Wohnanlage und ein Seniorenheim, realisiert 1999 von Otto Steidle und Bernd Jungbauer.
Die aus einem Wettbewerb hervorgegangene Wohnbebauung setzte zur Zeit ihrer Errichtung neue Maßstäbe im sozialen Wohnbau. Trotz hoher Verdichtung gelang es Georg Driendl auf der schmalen Parzelle am Innufer eine durchlässige Wohnbebauung mit hoher atmosphärischer Qualität zu schaffen. Insgesamt 120 Wohnungen sind in den drei sechsgeschossigen Baukörpern untergebracht, deren Erscheinungsbild von hinterlüfteten Glasfassaden und der bunten Glashaut der Balkone geprägt wird.
Bahnhofstraße 23, 6111 Wattens, A Architektur: Dominique Perrault (2002-2003)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten
Als erster nicht in Tirol ansässiger Architekt wurde Dominique Perrault von MPREIS mit der Errichtung von inzwischen drei Lebensmittelmärkten beauftragt, zwei in Wattens und einem in Zirl. Der an der Einfallsstraße nach Wattens liegende SuperM befindet sich inmitten einer heterogenen Bebauung. Perrault reagiert darauf mit einem in Konstruktion und Materialität offenen und leichten Baukörper mit einem hofartigen Einschnitt, der zusammen mit dem kleinen, vorgelagerten Platz ein urbanes Zentrum bildet.
Dorf 88, 9961 Hopfgarten in Defereggen, A Architektur: Machné & Durig (2001-2003)Bauherr:in: Gemeinde Hopfgarten2006 bis 2008 wurde das Gemeindehaus umgebaut und der Dorfplatz neugestaltet (Planung: Hans-Peter Machné).
Ausgangspunkt für das Projekt war das im kleinen Ort fehlende Gasthaus – seine Folge eine neue Ortspolitik, die 2012 mit dem "Baukulturgemeindepreis" ausgezeichnet wurde. Dem Neubau des Mehrzweckgebäudes ging die Gründung eines Dorferneuerungsausschusses voraus, in Folge wurde mit der Dorferneuerung Tirol ein Wettbewerb ausgeschrieben. Ergebnis ist ein kristalliner, in Reaktion auf die ausgesetzte Hanglage konzipierter Baukörper mit der Feuerwehr samt Übungsvorplatz im unteren Bereich und den öffentlichen Funktionen inkl. großem Veranstaltungssaal im darüber liegenden, acht Meter auskragenden Bauteil.
Innsbruckerstraße 34, 6300 Wörgl, A Architektur: Peter Märkli, Gody Kühnis (2001-2003)Bauherr:in: BIGÖffentlich zugänglich: teilweise
Der Wiener Architekt Viktor Hufnagl realisierte 1973 in Wörgl das damals revolutionäre Konzept einer Hallenschule und damit einen Experimentalbau für die Präfabrikation von Schulen an sich. Aufgrund bauphysikalischer Probleme wurde eine Sanierung des Schulzentrums notwendig. Der Umbau durch Peter Märkli und Gody Kühnis bewahrt die Raum- und Materialqualitäten des Altbaus, interpretiert den Typus neu und modifiziert ihn mit zeitgemäßen Mitteln.
Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck, A Architektur: Dominique Perrault (2002)Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa 10-01 UhrErreichbarkeit: Aufzug zentral in der Rathausgalerie, 6. Stock
Die von Dominique Perrault im Zug des neuen Rathausareals geplante Bar "360°" ist ein öffentlicher Raum über den Dächern der Stadt. Rundum verglast reicht die Aussicht von den umliegenden Dächern und Kuppeln über alte und neue Türme bis zu den Berggipfeln und bietet sich als Aufenthaltsort jenseits des Stadtalltags an.
Universitätsstrasse 15b, 6020 Innsbruck, A Architektur: Giner + Wucherer (2000-2002)Bauherr:in: Giovanni Guiseppe Contezerstört 2020 nach Betreiberwechsel
Auf dem SOWI-Areal entstanden kurz hintereinander das Restaurant "Solo Pasta" und die Weinbar "Solo Vino 1 + 2". Ein minimalistisches und zeitloses Interieur in sensibel abgestimmter Materialsprache prägt alle drei, räumlich miteinander verbundenen Lokale. Nach einem Besitzerwechsel wurde das Lokal teilweise verändert und umgebaut.
Axamer Lizum 7, 6094 Axams, A Architektur: Klaus Mathoy (2002)Bauherr:in: Axamer Lizum Aufschließungs AGErreichbarkeit: direkt bei der Bergstation der OlympiabahnDas Bergrestaurant wurde 2009 beim ISR Architektur Award prämiert.
360°-Rundblick bietet das in Stahl-Glas-Konstruktion errichtete Panoramarestaurant Hoadlhaus in der Axamer Lizum. Die nach Süden ausgerichtete Fassade besteht aus sieben großen Glasrolltoren, die komplett in die Holzzwischendecke des Dachs eingezogen werden können. Bei Schönwetter wird der Wintergarten des Bergrestaurants so in eine riesige Sonnenterrasse verwandelt.
Adolf-Pichler-Platz 3, 6020 Innsbruck, A Architektur: Dominique Perrault, RPM Architekten, ATP architekten ingenieure, Jiszda & Partner (2002)Bauherr:in: Sporthotel Penz 2 GesmbHTIPP: Im "the 5th floor" können nicht nur Hotelgäste das Ambiente genießen.
Den nordwestlichen Abschluss des Rathausareals bildet das Designhotel "The Penz", dessen von ATP interior in Zusammenarbeit mit Jiszda & Partner gestaltete Innenarchitektur einen atmosphärischen Gegenpol zur technisch-kühlen Architektursprache Dominique Perraults setzt. Die vollständig verglaste Nordfassade bietet in den Zimmern entsprechende Panoramaausblicke, von außen spiegeln sich im dunklen Glas die Fassaden der am Platz liegenden Gebäude. Im rundum verglasten Obergeschoss befindet sich ein Restaurant mit American Bar und Terrasse.
Salzburger Straße 29, 6300 Wörgl, A Architektur: Tatanka (2002)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: während der GeschäftsöffnungszeitenErreichbarkeit: östlich des Stadtzentrums am Autobahnzubringer
Am östlichen Stadtrand von Wörgl, in einer schon fast amerikanischen "Strip-Situation" befindet sich einer der größten MPREIS-Märkte von Tirol. In die heterogene, noch laufend wachsende Bebauung, setzte Pöschl quer zur Straße einen brückenartig konstruierten, auf fünf Zylindern ruhenden Baukörper. An der Westseite reicht eine konkave Screenbeschattung vom auskragenden Dach fast über die gesamte Gebäudehöhe, der "geschenkte" Raum dazwischen erschließt das im Obergeschoss liegende Fitness-Center.
Bergisel, 6020 Innsbruck, A Architektur: Zaha Hadid Architects (2001-2002)Bauherr:in: Austria Ski Veranstaltungs GesmbHTIPP: Aussichtsplattform und Restaurant "Café im Turm"
Mit der Sprungschanze auf dem Bergisel erhielt das Stadtbild von Innsbruck eine weithin sichtbare "landmark". Die verschiedenen funktionalen Elemente der Schanze wurden von Hadid zu einer bewegten Skulptur verschmolzen, einer eleganten und zeichenhaften Figur, die als technisch und formal präzis gestaltetes Sportgerät die Dynamik des Skispringens symbolisiert.
Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck, A Architektur: Dominique Perrault, ATP architekten ingenieure, RPM Architekten (1999-2002)Bauherr:in: Rathauspassage GmbHÖffentlich zugänglich: So bis Do 7-24 Uhr, Fr bis Sa, 7-02 Uhr (Mall)TIPP: Mit dem Aufzug hinauf in den Campanile – Café 360° und Restaurant Lichtblick – oder im "the 5th floor" des Hotels "The Penz" die Aussicht genießen.
Die Neugestaltung des Rathausareals verbindet die heterogenen Funktionen von Stadtverwaltung und Politik, Einkaufszentrum, Gastronomie und Hotellerie. Gestaffelte Bauhöhen, glasgedeckte Ladenpassagen und ein zentraler "Campanile" zeichnen die symbolkräftige und doch unpathetische Lösung aus, die mit fließenden Übergängen von Außen nach Innen eine Vernetzung mit dem Stadtraum schafft und die vorhandene Altsubstanz integriert.
Anichstraße 35, 6020 Innsbruck, A Architektur: Paul Katzberger, Karin Bily, Michael Loudon (1998-2001)Bauherr:in: TILAK
Am westlichen Rand der Innenstadt erstreckt sich das weitläufige Areal der Innsbrucker Klinik: eine Stadt in der Stadt. Anstelle der ehemaligen Frauen- und Augenklinik entstand mit dem Medizinzentrum Anichstraße ein sechsgeschossiger Komplex, der das heterogene Umfeld räumlich klärt. Um zwei Binnenhöfe angeordnet und in übersichtliche Einheiten gegliedert vermittelt das Gebäude ein räumlich wie atmosphärisch beruhigendes, hotelartiges Ambiente.
Dorf 87, 6521 Fließ, A Architektur: AllesWirdGut (2000-2001)Bauherr:in: Gemeinde FliessTIPP: Archäologisches Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta im DOZ.
Auf einem sensiblen Bauplatz in unmittelbarer Nähe von Kirche, Friedhof und Widum bildet das DOZ durch seine eigenständige architektonische Sprache ein neues profanes Zentrum im Ort. Der kantig-kristalline, freistehende Baukörper, dessen Form aus Höhen- und Abstandsbestimmungen sowie dem Funktionsmix hervorging, birgt in seinem Inneren auf gestaffelten Ebenen variabel kombinierbare, offene Räume - u. a. die Tourismusinfo und ein Café.
Lourdes 15, 6534 Serfaus, A Architektur: Noldin & Noldin (2001)Bauherr:in: Philipp Schwarz
Am östlichen Rand von Serfaus befindet sich die Villa Rasilla - der Name leitet sich von einer rätoromanischen Flurbezeichnung ab – ein von noldin & noldin konzipiertes Ferienhaus. Die unteren beiden Ebenen mit dem Wellness-Sauna-Bereich, den Schlafräumen und Bädern sind in Massivbauweise errichtet, das oberste Wohngeschoss als selbstragender Holzkubus aufgesetzt, dem eine weite, zum Teil überdache Sonnenterrasse vorgelagert ist.
Bahnhofstraße 6, 6850 St. Anton am Arlberg, A Architektur: Manzl Ritsch Sandner (1999-2001)Bauherr:in: ÖBBHINWEIS: Der Ortskern ist über eine Fußgängerbrücke direkt erreichbar.
Mit dem doppelspurigen Ausbau des Arlbergtunnels wurde 1998 gleichzeitig die Chance ergriffen, den alten, mitten im Dorf gelegenen Bahnhof abzutragen und den Neubau auf die Talsüdseite zu verlegen. Der aus einem europaweiten Wettbewerb hervorgegangene Entwurf interpretiert die Aufgabenstellung "Bahnstation" neu, indem das eigentliche Bahnhofsgebäude nicht als solitärer Bau abseits der Bahntrasse in Erscheinung tritt, sondern Teil eines Landschaftsgestaltungsprozesses ist.
Hannes-Schneider-Weg 11, 6850 St. Anton am Arlberg, A Architektur: Dietrich | Untertrifaller (1999-2001)Bauherr:in: Arlberger Bergbahnen AG, Gemeinde St. Anton, Tourismusverband St. AntonÖffentlich zugänglich: während der Betriebszeiten (Eintritt kostenpflichtig)TIPP: Restaurant "ben.venuto"
Im Zuge der Alpinen Ski-WM 2001 realisierten Dietrich Untertrifaller das Wellness- und Freizeitcenter, das bei der WM als Medienzentrum diente. Der Großteil des Volumens ist in den Hang gegraben, das begrünte Flachdach geht nahtlos in die Topografie über. Vom Hang aus sind vom Gebäude lediglich drei kleine, an Heustadeln erinnernde Aufbauten sowie die quer zum Hang angeordneten Oberlichtbänder der 2.000 m2 großen Halle zu sehen.
St. Christoph 28, 6850 St. Christoph, A Architektur: LORENZATELIERS (2000-2001)Bauherr:in: Austria Ski Sportanlagen
Im Zentrum der Ortschaft von St. Christoph errichtete der ÖSV zur Ski-WM 2001 eine Sporthalle mit Fitness-Center, Bar und Büros für die ÖSV-Mitarbeiter. In kurzer Bauzeit und mit geringem Budget wurde eine minimalistische Lösung umgesetzt, die sich in unmittelbarer Nähe des bis auf das Mittelalter zurückgehenden Ensembles rund ums "Hospiz" selbstbewusst behauptet.
Stubaier Gletscher – Höhe 3150 m, 6167 Neustift im Stubaital, A Architektur: Peter Kaserer (2000-2001)Bauherr:in: Stubaier Bergbahnen KG, Wintersport TirolÖffentlich zugänglich: ganzjährig während der BetriebszeitenErreichbarkeit: mit den Gondelbahnen Eisgrat I, Eisgrat II und Schaufeljoch zur Bergstation Schaufeljoch, von dort aus ca. 5 GehminutenTIPP: "Stubaier Gletscherpfad" von der Bergstation Eisgrat zur Jochdohle (250 Höhenmeter, ca. 1 Stunde)
Auf 3.150 m Höhe befindet sich mit der "Jochdohle" Österreichs höchstgelegenes Bergrestaurant. Als statisches und funktionelles Rückgrat fungiert ein dreigeschossiger, auf einem kleinen Felsvorsprung errichteter und mit Stahlankern in der Felswand befestigter Stahlturm, an dem radial auskragende Stahlträger montiert wurden. Im Sommer schwebt der silbrig schimmernde Rundbau über dem Gletscherfeld, in den Wintermonaten versinkt er im Neuschnee.
Erzherzog-Eugen-Straße 41, 6020 Innsbruck, A Architektur: Wolfgang Pöschl, Joseph Bleser (2001)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten
Auf einer relativ beengten Fläche mitten im Stadtgefüge musste ein großer Lebensmittelmarkt mit genügend Parkraum untergebracht werden. Wolfgang Pöschl und Joseph Bleser reagierten auf die schwierigen Voraussetzungen, indem sie den leicht geneigten Verkaufsraum über der halb ins Terrain eingesenkten Parkebene schweben lassen und dem Kunden mittels subtil gesetzter Öffnungen sowohl die Berge als auch die Uferlandschaft nahe bringen. In den Markt integriert ist ein Café, das als eine Art Stadtteilzentrum eine wichtige kommunikative und soziale Funktion übernimmt.
Schießstandstrasse 1, 6200 Jenbach, A Architektur: reitter_architekten, Michael Pfleger (2001)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten
Für zwei Bauherren, Jenbacher Werke (Cantina) und MPREIS (Supermarkt), wurde ein neuer Typus des Lebensmittelmarktes entwickelt: In Anlehnung an den historischen Fischmarkt in Venedig entstand eine Art gedeckter Marktplatz unter einem aufgeständerten großen Bauvolumen, in dem sich die Cantina für 300 Personen, Casino, Küche und Werkarzt sowie eine großzügige, gedeckte Südterrasse für die Jenbacher Werke befinden.
Andreas-Hofer-Straße 7, 6330 Kufstein, A Architektur: Henke Schreieck Architekten (2000-2001)Bauherr:in: FH- Errichtungs- und Betriebs GmbH.Öffentlich zugänglich: teilweise (Aula und Caféteria)
Mit der Übersiedelung der Fachhochschule vom Stadtrand ins Zentrum von Kufstein wurde ein erster Impuls für die innerstädtische Entwicklung gesetzt. Von Henke und Schreieck als "Möbel im Park" konzipiert, entstand ein kubischer Baukörper mit einer gläsernen Außenhaut, die von Holzlamellen strukturiert wird. Die energetisch innovative zweischalige Klimafassade mit integrierter Raumlüftung macht das Gebäude zugleich zum Anschauungsbeispiel für die hier studierenden künftigen "Facility Manager".
MPREIS, Vitalcenter und Innovationszentrum Lantech
Bruggfeldstraße 5, 6500 Landeck, A Architektur: Johann Obermoser (1999-2000)Bauherr:in: Lantech InnovationsgmbHÖffentlich zugänglich: teilweiseDie Erweiterung um ein Geschäfts- und Universitätsgebäude wurde 2017 von VENTIRAARCHITEKTEN realisiert.
Auf einem früheren Industriegelände nahe dem Stadtkern befindet sich ein von Johann Obermoser geplanter Wirtschaftspark aus mehreren, in Struktur und Fassade variierenden Baukörpern: Ein lang gezogener Baukörper parallel zur Bundesstraße mit MPREIS-Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss und Büroräumlichkeiten im auskragenden Obergeschoss, ein quadratischer Pavillon im Süden mit dem "Vitalcenter" und als Abschluss, dicht an den Hangrücken gesetzt, das fünfgeschossige Innovationszentrum "Lantech".
Franz-Baumann-Weg 12, 6020 Innsbruck, A Architektur: Baumschlager Eberle, Gerhard Zweier (1998-2000)Bauherr:in: Neue Heimat TirolErreichbarkeit: am westlichen Ende des Franz-Baumann-Wegs, Buslinie OKunst am Bau: Heinz Gappmayr, Peter Kogler, Eva Schlegl, Elisabeth Hölzl, Heimo Zobernig
Die Wohnanlage "Lohbach" bildet im Westen der Stadt den Abschluss des Siedlungsgebietes zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Mit 300 Wohnungen realisierte die "Neue Heimat Tirol" die damals größte Niedrigenergie-Wohnanlage Österreichs. Die Vorarlberger Architekten Carlo Baumschlager und Dietmar Eberle ordneten die 6 kompakten Punkthäuser schachbrettartig versetzt zueinander an, womit trotz der Dichte vielfältige Durchblicke und Ausblicke in die Umgebung geschaffen werden.
Dolmetsch-Institut und Mensa der Universität Innsbruck
Herzog-Siegmund-Ufer 15, 6020 Innsbruck, A Architektur: Josef Lackner (1998-2000)Bauherr:in: UNI InnsbruckÖffentlich zugänglich: teilweiseDem im Süden angrenzenden Gebäude verlieh Lackner mit dem aufgesetzten "Kopf" des Brenner-Archivs (1995-96) eine inhaltlich und formal neue Identität.
Um den Mensabetrieb sowenig wie möglich zu beeinträchtigen und die zur Verfügung stehende Fläche maximal zu nutzen, überbaut Lackner die bestehende Mensa brückenartig. Orange lackierte, verglaste Stahlfachträger überspannen den Altbau, der im Zuge der Aufstockung neu gestaltet wurde. Mit dem abgetreppten Aufbau für Seminarräume, Lesesaal und Bibliothek des Dolmetsch-Instituts verwandelte Lackner das Mensagebäude in einen attraktiven "Balkon der Stadt".
Josef-Dinkhauser-Straße 1-2, 6060 Hall in Tirol, A Architektur: Josef Lackner (2000)Bauherr:in: Dinkhauser Kartonagen GmbHErreichbarkeit: an der Bundesstraße von Innsbruck nach HallDer Verwaltungstrakt (1995-97) und das Hochlager 2 (2003-05) wurden von Lukas Schumacher geplant.
Für die Firma Dinkhauser Kartonagen realisierte Lackner eines seiner letzten Bauwerke. Auf dem mit dem Unternehmen gewachsenen Betriebsgelände leistet er mit seinem Bauteil einen wichtigen Beitrag zur Restrukturierung. In Verbindung mit einer bestehenden Produktionshalle errichtete er ein neues Hochregallager mit einem 25 m stützenfrei gespanntem Stahlfachwerk. Große Betonfertigteile und dreieckige Verglasungen dominieren die Gestaltung, die in einer kraftvollen Geste die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Kandaharweg 4, 6850 St. Anton am Arlberg, A Architektur: Wolfgang Pöschl, Dieter Comploj (1999-2000)Bauherr:in: Robert Falch
Aufgrund der Verlegung der Bahntrasse musste die Betreiberfamilie ihr Gästehaus aufgeben und errichtete im Gegenzug auf dem Gelände des alten Bahnhofs ein neues Hotel. Entstanden ist ein flexibel nutzbares Haus mit Zimmern, die durch Schiebewände zu vollfunktionsfähigen Appartments verwandelt werden können. Eine geschindelte Holzfassade und große Glasflächen bestimmen das äußere Erscheinungsbild, vorspringende Alkoven bieten in den Zimmern Liegeplätze mit Ausblick in die Berge.
Sonnenwiese, 6850 St. Anton am Arlberg, A Architektur: Manzl Ritsch Sandner (1999-2000)Bauherr:in: Arlberger Bergbahnen AG, Tourismusverband St. Anton, Gemeinde St. Anton
Vom selben Architektenteam, das den neuen Bahnhof von St. Anton realisierte, stammt auch das zur Alpinen Ski-WM errichtete Zielhaus und Zielstadion. Der ruhige, holzverkleidete Baukörper ist so mit dem vorhandenen Gelände verwoben, das das Zielstadion weniger Gebäude, als eine topografische Intervention ist. Mit mehreren Seminarräumen und einer fixen Tribüne für 2.000 Personen bietet sich die Zielarena als Platz für unterschiedliche Outdoor-Events an.
Horberg 412, 6260 Schwendau, A Architektur: Michael Pfleger, reitter_architekten (2000)Bauherr:in: Mayrhofner Bergbahnen AGÖffentlich zugänglich: während der BetriebszeitenErreichbarkeit: Talstation in SchwendauBTV-Bauherrenpreis für Tirol 2001, Anerkennung Kategorie Bauen für Gäste
Die auf 1.700 m gelegene Bergstation der Horbergbahn stammt in ihrer Struktur aus den 1960er Jahren. Ursprünglich sollte lediglich der im Unterbau der Lifthalle eingerichtete Restaurantbereich ausgebaut werden. Die Architekten entwickelten jedoch eine umfassende räumliche Neuordnung, die sowohl die funktionalen Abläufe verbessert als auch die architektonische Qualität steigert. Prägendes Element ist das Dach, das die an den Stirnseiten vollflächig verglaste und um zwei Joche erweiterte Halle in räumlicher Geste umfängt.
Europastraße 5, 9971 Matrei, A Architektur: Gerhard Mitterberger (1998-2000)Bauherr:in: Thomas Ganzer, Marktgemeinde Matrei, Martin Wibmer, Lukas ResingerÖffentlich zugänglich: während der BetriebszeitenErreichbarkeit: direkt an der FelbertauernstraßeGegenüber der Talstation ein 2004 von Machné & Durig realisierter MPREIS.
Am Ortsrand von Matrei i. O. entstand mit der Talstation der Goldried Bahn, verschiedenen Serviceeinrichtungen und dem wenig später ebenfalls von Gerhard Mitterberger realisierten Tauernstadion ein neues Zentrum. Hauptprämisse bei der Planung war es, die touristische Infrastruktur bis hin zu den großen Parkplatzflächen gestalterisch in die alpine Umgebung einzubinden. Das Servicegebäude für Skischule und Schiverleih sowie die Seilbahnstation selbst wurden den Anforderungen des Massentourismus entsprechend in einfachen Industriematerialien ausgeführt.
Ködnitz 7, 9981 Kals am Großglockner, A Architektur: Schneider & Lengauer (1999-2000)Bauherr:in: Gemeinde Kals, TVB Kals, Nationalparkverwaltung Tirol, Raiffeisenbank MatreiÖffentlich zugänglich: teilweise (Ausstellung nur in den Sommermonaten)TIPP: Das Untergeschoss ist Ausstellungsfläche und widmet sich in mehreren Räumen dem Thema "Im Banne des Großglockners".
Mit dem Glocknerhaus, in dem sich die Verwaltung des Nationalparks Hohe Tauern, der Tourismusverband Kals und eine Bankfiliale befinden, hat in der kleinen Gemeinde Kals am Großglockner die Revitalisierung des Dorfkerns begonnen. Dem Straßenverlauf folgend wurde ein schlichter Baukörper errichtet, der sich in seiner Maßstäblichkeit und Farbgebung auf das spätgotische Widum und die Pfarrkirche bezieht und damit ein stimmiges Ensemble aus Alt und Neu erzeugt.
Salzburger Straße 30, 6112 Wattens, A Architektur: Dominique Perrault (2000)Bauherr:in: MPREISÖffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten1895 gründete Daniel Swarovski in Wattens den heute international agierenden Familienbetrieb.
Gegenüber den von André Heller konzipierten Swarovski Kristallwelten errichtete Dominique Perrault seinen ersten MPREIS - einen minimalistischen Solitär mit opak schimmernder Glasfassade. Ein biomorphes Gerüst, das neun Kiefern umzäunt, durchdringt den orthogonalen Baukörper und lässt die Grenzen zwischen Außen und Innen verschwimmen, wo sichtbare Fachwerkträger, OSB-Platten und schwarze Bodenplatten Markthallen-Atmosphäre erzeugen.
Salurnerstraße 11, 6020 Innsbruck, A Architektur: UNStudio (1999-2000)Bauherr:in: Innsbrucker Kommunalbetriebe AGÖffentlich zugänglich: neinNeben dem Umspannwerk steht Innsbrucks erstes Hochhaus, 1926/27 von Lois Welzenbacher geplant.
Mit dem Umspannwerk Mitte realisierte das UN Studio aus Amsterdam (Ben van Berkel und Caroline Bos) sein internationales Erstlingswerk. Das skulptural-gekurvte Gebäude ist rundum von einer Außenhaut aus schwarzem Basalt überzogen, der Umraum aus schwarz eingefärbtem Beton gestaltet. Im öffentlich nicht zugänglichen Inneren befindet sich mit Transformatoren und Schaltzentralen eines der infrastrukturellen Herzen der Stadt.