Gramartstraße 2, 6020 Innsbruck, A Architektur: Josef Lackner (1969)Bauherr:in: Paul Flora
Mit dem kleinen, in einem Privatgarten errichteten Hallenbad formulierte Lackner diese Bauaufgabe in jeder Hinsicht neu. Der kleine, frei geformte Raum ist rundum geschlossen und wird von oben über sieben Plexiglaskuppeln belichtet. Der "unübersehbare" Innenraum und die Lichtspiele auf dem Wasser machen das Schwimmen zu einem sinnlichen Vergnügen. Nach einem Besitzerwechsel wurde das Bad 2018 zerstört.
6176 Völs, A Architektur: Josef Lackner (1965-1967)Bauherr:in: Diözese InnsbruckKunst am Bau: Josef Mikl
Die Wirkung der Kirche in der Landschaft ist heute durch Verbauungen beeinträchtigt.
Das markante Grabendach prägt als einprägsame, gestische Form die weiße Pfarrkirche in Völs und vermittelt nach außen die Besonderheit der Bauaufgabe. Zugleich trägt das Dach eine eingehängte Holzdecke, die im Inneren einen in sich gekehrten Andachtsraum schafft. Die konsequente Lichtführung nach oben und eine auf zwei Materialien reduzierte Inneneinrichtung unterstützen die Raumwirkung.
6551 Tobadill, A Architektur: Waagner-Biró (1964)Bauherr:in: ÖBBAm östlichen Brückenkopf das auf das 13. Jh. zurückgehende Schloss Wiesberg, unter der Brücke das um 1900 errichtete Wiesbergkraftwerk
Der Bau der Eisenfachwerkbrücke über die Trisanna (1882-83) stellt neben dem Arlbergtunnel die größte technische Leistung beim Bau der Arlbergbahn dar. Das Eisentragwerk der damals zweitgrößten Brücke Europas ruht auf zwei mächtigen Steinpfeilern, an die sich beidseitig steinerne Viaduktbögen anschließen. 1923 wurde die Brücke verstärkt und 1964 durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt.
Purtschellerstraße 1, 6020 Innsbruck, A Architektur: Norbert Heltschl (1961)Bauherr:in: Stadt InnsbruckÖffentlich zugänglich: während der Betriebszeit zwischen Anfang Mai und Mitte September (Eintritt kostenpflichtig)Die Anlage wurde im Lauf der Jahre mehrmals verändert, insbesondere der Sichtbeton zum Teil übermalt.
Norbert Heltschl zählt zu den wenigen Architekten in Tirol, die nach dem zweiten Weltkrieg an die internationale Entwicklung anschließen konnten. Das von ihm 1957-61 errichtete Tivoli-Schwimmbad besticht nach wie vor als herausragendes Beispiel zeitloser Freizeitarchitektur. Vom Schwimmbecken über die Tribüne bis zum markant skulpturalen Sprungturm setzte er konsequent schalreinen Sichtbeton ein. Im Sinne eines Gesamtkunstwerkes aus Architektur, Malerei und Skulptur wurden im ganzen Areal Skulpturen zum Thema Wasser verteilt, die bis heute als Trinkbrunnen oder Klettergeräte in Verwendung sind.
Spingeser Straße 14, 6020 Innsbruck, A Architektur: Josef Lackner (1958-1960)Bauherr:in: Pfarre St. Pius X.Öffentlich zugänglich: auf AnfrageErreichbarkeit: an der SchützenstraßeKunst am Bau: Hans Ladner
In unmittelbarer Nähe die BTV-Filiale von Hanno Vogl-Fernheim (2004)
Als erste größere Arbeit errichtete Lackner im "Olympischen Dorf" eine Kirche, die aufgrund ihrer Andersartigkeit in Materialisierung (Sichtbeton, Granitpflasterböden) und Raumkonzept der damaligen Zeit weit voraus war. Der als quadratischer Zentralraum ausgebildete Versammlungsraum ist erhöht und von einer Brüstungsmauer umgeben. Rund um diese in sich geschlossene "Raumschachtel" läuft ein abgesenkter Kreuzweg-Gang, der sich in Glasflächen zum Alltag hin öffnet.